Große Fische, kleine Fische
Wie der Vater, so der Sohn

Uwe Ochsenknecht, Dietmar Bär und Katharina Thalbach in einem Film über Freest, Fischerboote, Freundschaft und Vaterfreuden.

gedreht in MV: Große Fische, kleine Fische
Foto: ZDF / Conny Klein

Paul (Uwe Ochsenknecht) und Fiete (Dietmar Bär) sind Fischer, Nachbarn und beste Freunde. Sie wohnen in Freest, einem beschaulichen Dörfchen an der Ostsee. Genau daraus möchte der Bürgermeister (Jürgen Tarrach) nun eine moderne Gemeinde machen, um Touristen anzulocken. Als erstes soll dafür „Lili“ verschwinden. „Lili“ ist nicht mehr ganz jung und nicht die allerschönste, aber „Lili“ ist das treue Fischerboot von Paul und Fiete und genau wie ihre Besitzer muss man sie einfach liebhaben.

Lili ist ebenfalls der Name von Pauls Frau, die nach mehreren Monaten im Koma verstirbt. Zur Beerdigung reist auch Piet (Axel Stein) an, der erwachsene Sohn von Lili und Paul. Damit fängt das ganze Schlamassel an. Bei der ärztlichen Tauglichkeitsprüfung zur Verlängerung des Kapitänsscheins erfährt Paul: er ist zeugungsunfähig.

Die nächsten Tage verbringt Paul trotzig damit, herauszufinden, wer Piets leiblicher Vater sein könnte und legt sich dabei nicht nur mit Piet und dem schnöseligen Bürgermeister an, sondern auch mit seinem besten Freund Fiete. In all dem Trubel bemerkt Piet, dass er immer noch in die schöne Lisa (Cornelia Gröschel) verliebt ist, die er vor Jahren verlassen hat, als er in die große Stadt gezogen ist. Ein Sturm zieht herauf und stellt „Lili“ und ihre Besatzung auf eine harte Probe.

Im Fokus dieses kurzweiligen, amüsanten Heimatfilms stehen die norddeutschen, verschrobenen Männer, die sich viele wichtige Dinge nicht gesagt haben. Sie reden nicht so viel, sie sind halt so. Das sagen sie zumindest.
Auch wenn die sympathischen Protagonisten ihre Gefühle nicht mit vielen Worten ausdrücken, fangen gelungene Kameraeinstellungen trotzdem jede Regung ein, die bei dem Zuschauer eine ganze Fischkiste voll Mitgefühl auslösen. Man möchte Paul, Fiete und Piet abwechselnd in den Arm nehmen oder aus ihrer Trotzigkeit herausschütteln. Am häufigsten lacht man aber mit ihnen.

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