20 jahre filmkunstfest in Schwerin

„Er is‘ mehr so’n Strategie-Genie…“ [Retro „Netto“]

„Kennt dein Vater sich denn auch mit Waffen aus?“ – „Ja. Aber es geht ja mehr um die Vermeidung von Konfliktsituationen.“   Scheidungskind Sebastian führt seine Freundin Nora durch die Wohnung seines Vaters, dem arbeitslosen, ungelernten „Sicherheitsexperten“, während dieser, statt wie erwartet zur Begrüßung den Kaffeetisch gedeckt zu haben, betrunken

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Jetzt verreckt zusammen, was zusammen zerstört [Retro „Das deutsche Kettensägenmassaker“]

3. Oktober 1990. Die frisch vereinte Bundesrepublik feiert sich selbst in ihrer neuen Hauptstadt Berlin. Jubelnde Massen, historische Reden, pfeifende Feuerwerkskörper. Staatstragende Mimik von Kohl, Weizsäcker, Gentscher – den „Architekten der Einheit“. „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört“, prophezeite Altkanzler Willy Brandt bereits

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„Paradiesvögel sperrt man nicht ein. Sie brauchen den Himmel ganz – ein Stück ist zu klein.“ [Retro „flüstern & SCHREIEN“]

flüstern & SCHREIEN begleitet in der Art eines dokumentarischen Roadmovies die Rock- und Punkszene der späten DDR. Dabei geht es vordergründig um die Musik, der Zuschauer bekommt aber auch einige Informationen über die Hintergründe der Szene. Von Musikern erzählte Anekdoten wechseln sich dabei mit

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„Was soll ich denn jetzt machen? Nazi werden?“ [Retro „Kombat Sechzehn“]

Aus der Börsenmetropole in die brandenburgische Provinz: Als der 16-jährige Georg (Florian Bartholomäi) von Frankfurt/Main nach Frankfurt/Oder ziehen muss, bricht für ihn eine Welt zusammen. Sein Traum, hessischer Landesmeister im Taekwondo zu werden, löst sich in Luft auf. In Frankfurt an der Oder wartet eine trostlose Umgebung auf ihn –

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„Kannst du meine Frau mal für zwei Wochen gießen?“ [Retro „Boxhagener Platz“]

Jeder kennt jeden und die Eckkneipe ist Anlaufstelle für alle – so sieht es 1968 in der kleinen Welt des Boxhagener Platzes aus. Diesen Eindruck vermittelt zumindest der Schauplatz des gleichnamigen Films von Matti Geschonneck. Er erzählt die Geschichte der alten Otti Henschel (Gudrun Ritter) und des Spartakuskämpfers Karl Wegener

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Trostlos im Sorgenmeer – eine Suche nach Freiheit und Selbstfindung [Retro „Die innere Sicherheit“]

Frau mit Augen von erbarmungsloser Kälte, vollen Lippen, kurzem Haar neben Mann mit vernarbten Wangen und starker Nase – so authentisch böse das Karma des im Untergrund lebenden Paares wirkt, so zärtlich zieht sich die Liebe von Clara (Barbara Auer) und Hans (Richy Müller) durch den Film. Verschlossen und sensibel

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