Ein kleines Resümee zum FiSH-Festival
Und, wie war’s?

FiSH ’21: Das waren Kurzfilme, Jurydiskussionen und Filmgespräche. Wegen Corona mussten FiSH-Fans in diesem Jahr zwar Zuhause bleiben, konnten das Programm aber per Live-Stream mitverfolgen. Gemeinsam mit Finnja durfte ich filmab! beim Festival vertreten.

Es war mein erstes FiSH überhaupt und ich hatte das Glück, durch mein Praktikum im FiSH-Organisationsteam an der konkreten Vorplanung der Festivaltage beteiligt zu sein. Wir arbeiteten Hygienekonzepte aus, besorgten Covid-Selbsttests, sowie Unmengen an Desinfektionsmittel und Masken. Schon im Vorfeld erwies sich die solidarische Dynamik des Teams, denn alle taten ihr Bestes, um das FiSH-Festival trotz der erschwerenden Umstände auf die Bühne zu bringen.

Als der Medienkompetenz-Preis (MeKo-Preis) am Donnerstag verliehen wurde und den Auftakt für das Programm gab, zeigte sich: Es funktionierte! Der M.A.U. Club bot dabei eine gute Produktionsstätte für die Jurygespräche und Präsentation der einzelnen Filmblöcke. Darüber hinaus wurde vor Ort auch der “Tele-FiSH” aufgenommen: Ein zweiter Live-Stream, in dem sich alles um Interviews und Filme aus dem FiSH-Archiv drehte. Der Moderator – Christian Höntzsch – fragte unsere filmab! Redaktion, ob wir Lust hätten, unsere Gedanken zu den Kurzfilmen vom Wettbewerb Junger Film mit den Zuhörenden zu teilen. Gesagt getan – diese Gelegenheit wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen!

Und so saßen Finnja und ich am Freitag und Samstag bei Christian auf der Couch, lasen Auszüge unserer Filmrezensionen vor und sprachen über die diesjährige Redaktionsarbeit. Meine Aufregung unmittelbar vor den Interviews zeigte mir, wie lange ich schon nicht mehr in einer solchen Situation gewesen war. Nach all den Monaten des social distancing bin ich in diesem Rahmen wieder mehr unter Menschen gekommen, und nicht nur das; ich habe mich auch sehr mit der Crew verbunden gefühlt, weil wir uns alle für dieses Projekt stark gemacht haben.

Auch meine Teilnahme bei filmab! hat für mich durch die Festivaltage einen gelungenen Abschluss gefunden. Die Preisverleihung konnten wir im Kreise unserer Redaktion gemeinschaftlich per Live-Stream anschauen und fieberten mit, welcher Kurzfilm am Ende zum Film des Jahres gekürt wurde. 

Dass sich die Jury letztendlich für den Independent Film Furor von Luna Jordan und Frida Lindenau entschied, hätte ich persönlich nicht gedacht. Und auch für die Jury um Anna Bartholdy, Leopold Grün und Skadi Loist war es wohl keine allzu leichte Entscheidung. “Am Ende waren wir uns aber alle einig”, sagten sie später im Jury-Talk. 

Doch auch, wenn es nur einen ersten Platz gab, war das FiSH-Festival nicht nur für die Preisträger ein echter Gewinn. Ein paar Filmschaffende hatten es tatsächlich nach Rostock geschafft und erzählten mir, wie interessant sie die Themenvielfalt des Wettbewerbs fanden und dass sie einiges von ihren Mitstreiter*Innen lernen konnten. Für mich war es dabei übrigens unglaublich spannend, die Gesichter hinter den Kurzfilmen zu sehen, mit denen ich mich in den letzten Wochen so intensiv beschäftigt hatte. Allesamt waren es sympathische Leute, die dankbar über die Chance waren, ihr eigenes Werk auf diese Weise präsentieren zu können. 

Als ich mich nach Ende des FiSH am Sonntag auf den Heimweg machte, fühlte ich mich zum ersten Mal neben all der Aufregung und Freude auch ein bisschen traurig. Darüber, dass die Zeit wie im Flug vergangen war und das Festival jetzt schon wieder vorbei ist. Daher möchte ich mich umso mehr bedanken bei den Personen, die mir überhaupt Gelegenheit gegeben haben, Teil des Ganzen gewesen zu sein. Danke an Marie, Lore und Katha dafür, dass ihr uns so organisiert durch die Redaktionsarbeit geleitet habt und uns immer mit einem guten Rat zur Seite standet. Man merkt euch an, mit welcher Leidenschaft ihr Projekte wie filmab! fördert und wie offen ihr mit unseren Ideen für die einzelnen Blogartikel umgegangen seid.

Vielleicht sieht man sich ja in Zukunft beim JMMV oder der Medienwerkstatt – ich würde mich sehr freuen! 


Text: Carolin Laupitz

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