JUNGER FILM: Quarantine Calls
Krise ist nur ein Wort mit sechs Buchstaben

STRESS! Schneller. Besser. Mehr. Aus allem, etwas Positives ziehen und sich selbst IMMER weiter PUSHEN, denn “wer einschläft erfriert!” Corona machts möglich und Danielnator3000 zeigt uns live über Insta wie.

Was sich so vielversprechend anhört, entwickelt sich zu einem wortwörtlichen SELBSTOPTIMIERUNGSWAHN, den man aus einer Mischung aus Fremdscham und Mitleid begleitet.

Auf eine direkte, überspitze und sehr authentische Art, nehmen wir als passive Teilnehmer*innen seiner Videocalls, sehr persönlich Anteil an seinem Leben.

Mit den Schwierigkeiten in der Trennung von Arbeits- und Privatleben, dem Verlust von jeglichem Zeitgefühl und verschobener Prioritätensetzung ist er im Moment wohl nicht der einzige, ODER?!

Der Kurzfilm (Regie: Sebastian Hussak) ist im Rahmen der Instagram- Serie „Curfew Calls“ entstanden, die von Studierenden der HFF München ins Leben gerufen wurde. Sie thematisiert auf diverse Art und Weisen die sowohl lustigen, als auch grenzwertigen Erlebnisse, die in Videocalls gemacht werden, in dem wir auf einmal Perspektiven einnehmen können, die uns sonst vermutlich verborgen geblieben wären.

Die sehr zeitgemäße Idee, aus verschiedenen Videocalls einen Film zu drehen, macht diesen Film und die Serie zu etwas Besonderem, ebenso wie die prominente Besetzung mit Vincent Redetzki.

Außerdem soll durch die Serie auf die prekäre Situation der Schauspieler*innen aufmerksam gemacht werden, die seit Pandemiebeginn kaum Möglichkeiten hatten, zu arbeiten.


Text: Marlene Kolschewski

Dieser Film läuft in Block 1 des Wettbewerbs JUNGER FILM beim FiSH – Filmfestival im Stadthafen.

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