Journalistin seit Kindertagen

Eigentlich wollte Caro momentan gar nicht hier sein. Doch ihr Plan, für ein Jahr nach Kenia zu gehen um dort ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren, ist aufgrund von Corona gescheitert. Mittlerweile ist sie Praktikantin im FiSH-Büro und dadurch Mitglied unserer filmab!-Redaktion geworden, ihre Begeisterung für das Medienmachen ist groß.

Hey Caro, schön, dass du da bist!
Wann hat sich deine Liebe zum Schreiben denn zum ersten Mal gezeigt?

Eigentlich schon richtig früh. Also ich war eigentlich immer schon so. Ich hab damals mit einer Freundin zusammen eine eigene kleine Zeitung gebaut hab, in der die Hauptakteure unsere Plüschtiere waren. Wir haben da nichts Krasses reingeschrieben, aber es hat mich schon früh begeistert, dass man was in der Hand hat, was man umblättern konnte.
Und da wusste ich eigentlich schon so in der fünften Klasse, dass ich gerne Journalistin werden würde. Ich würde nicht sagen, dass das immer noch so ist, weil ich jetzt weiß, was das für ein unsicheres Berufsfeld ist, aber trotzdem mag ich das total und gehe dem sehr gerne nach.

Kannst du dich noch an deine erste Geschichte oder deinen ersten Artikel erinnern?

Da stand eher die Zeitung im Vordergrund und nicht wirklich der Inhalt. (lacht) Es war sicherlich ein Artikel über eine Tierart, die ich als Plüschtier hatte. Also Kaninchen oder Pferde oder sowas. Das war dann ja nicht fundiert, sondern einfach, was wir so wahrgenommen haben und interessant fanden. Unsere Zeitung hieß übrigens „Animals“ (lacht) – richtig kreativ!

Und in der Schule hast du dir dann deinen Weg in die Schülerzeitungsredaktion gesucht. Seit wann warst du da aktiv?

Seit Ende der Grundschule. Dann gab es eine kleine Pause, aber in der achten oder neunten Klasse bin ich dann über einen Artikel, den ich geschrieben habe, in die Redaktion des „Stichlings“ gekommen.

Was war deine Lieblingsaufgabe oder dein Lieblingsmoment in der Redaktion?

Ich finde eigentlich den ganzen Prozess von der Recherche bis zum fertigen abgedruckten Artikel super interessant. Womit ich immer ein bisschen Probleme habe, ist die konkrete Themenfindung. An sich weiß ich, was mich interessiert, aber mich festzulegen fällt mir schwer. Wenn ich ein Thema habe und dazu recherchiere oder – vor allem – mich mit anderen darüber austausche und das dann niederschreibe und merke, wie der Artikel Form annimmt… ich glaube, das ist mein Lieblingsmoment.

Das kann ich gut nachvollziehen!

Wie bist du zu filmab! gekomen?

Nachdem meine geplante Reise gekippt war, suchte ich von zu Hause aus nach etwas, das ich vorübergehend machen kann. Da hab ich in der Medienwerkstatt angefragt, ob ich ein Praktikum machen kann und bin dort ins Festivalbüro gekommen, wofür ich super dankbar bin. Arne (der Festivalleiter) meinte zu mir, dass es auch ein Magazin gibt, und ich meinte so, dass ich da voll Interesse dran hab und dann hat er den Kontakt zu Marie hergestellt.

Wir haben ja schon einige Kurzfilme gesehen. Was findest du spannend daran, über Kurzfilme zu schreiben und was könnte vielleicht eine Herausforderung werden?

Ich finde alle Filme, die wir gesehen haben ganz ganz unterschiedlich. Und eine Herausforderung sehe ich darin, nicht zu viel von der Handlung vorweg zu nehmen und mich in meiner Interpretation soweit zurückzuhalten, dass den Zuschauenden noch einiges selbst überlassen bleibt. Viele Kurzfilme funktionieren so, dass bestimmte Dinge angedeutet werden und dann jeder selbst daraus schließen muss. Und da das bei jedem etwas anderes sein kann, ist es natürlich schwierig, das auf einen Punkt zu konzentrieren, den man selbst wahrnimmt, den aber andere vielleicht nicht nachvollziehen können.

Vielen Dank Caro!

Lore Bellmann

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