Sog
SOS: Fische in Not

Foto: Jonatan Schwenk

Auch der Fisch stirbt an seinem eigenen Maul. Hätte er es nicht aufgemacht, hätte er den Haken nicht geschluckt.

Vor einer Höhle haben sich doch tatsächlich Fische in den Bäumen verfangen und quieken vor sich her. Die Bewohnenden der Höhle wollen nur eine Sache: ihre Ruhe. Sie versuchen alles, um die Fische zu vertreiben. Dabei stecken sie sich Gras in die Ohren, um den Lärm nicht mehr zu hören. Sie schmeißen Steine auf die Fische. Nichts hilft. Bis jemand versteht, was die Fische wirklich brauchen. Doch die Gruppe will nicht helfen. So nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Der zehnminütige Kurzanimationsfilm Sog vom Regisseur Jonatan Schwenk ist eine kreative Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen in unserer Gesellschaft. Dabei schafft er es auf eine charmante Art und Weise, dem Publikum ein Spiegel vorzuhalten, ohne direkt zu werden. Sozialthemen wie den Mut zu haben, gegen den Strom zu schwimmen, oder die Angst vor Ausgrenzung zu überwinden, sind elementar vertreten.

Die Animation der Figuren gelingt durch eindrucksvolles Zusammenspiel von Licht und Schatten. Eine beeindruckende Kombination aus Realfilm, Zeichentrick, Stop-Motion und Digitaltechnik. Dabei sind die Übergange fließend. Input zum Nachdenken.

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