Redaktion 2018
Kevin denkt nicht an morgen. Kevin lebt heute.

Kevin ist schon seit 2010 regelmäßig bei filmab! dabei. Anhand unseres Blogarchivs können wir aus den Interviews der vergangenen Jahre einiges über ihn erfahren. Ich möchte heute versuchen etwas zu fragen, was wir über Kevin vielleicht noch nicht wissen.

In Artikeln aus dem letzten Jahr können wir lesen, dass du als Clown und Veranstaltungskünstler unterwegs bist. Wie ist es eigentlich dazu gekommen? Wie hat das angefangen?
Ich war einfach schon immer so‘n kleiner Draufgänger, von klein auf. Mit 14, 15, 16 war ich zum Beispiel in der Akrobatikgruppe. Das entwickelte sich dann immer so weiter und irgendwann war klar, dass ich in dieser Branche tätig sein möchte. Mit 18 hab ich dann mein erstes Unternehmen gegründet. Das lief erst mal klein an, ich hab da währenddessen noch mein Abitur gemacht und mit 21 dann mein zweites Unternehmen gegründet. Nun bin ich seit gut 10 Jahren erfolgreich selbstständig.

Du hast dich 2017 als Bürgermeister für Güstrow aufstellen lassen – inwiefern hat dich diese Erfahrung weiter gebracht? Was hast du daraus mitgenommen?
Das war eine sehr aufregende Zeit für mich. Ich hab alles selbst organisiert: den ganzen Wahlkampf, über 500 Plakate, 10.000 Flyer – alles persönlich in die Briefkästen gesteckt oder aufgehängt. Es gab Interviews von der Zeitung oder vom TV. Der Wahlkampf lief sehr schleppend.
Ich bin am Ende nicht gewählt worden. Viele Leute waren (glaub ich) überrascht, dass ich doch über 25% der Stimmen erreicht hab, so als No-Name.
Das war ein ganz persönliches Erlebnis. Die ganze Arbeit mit den Flyern und den Plakaten… das kostet Energie und Zeit. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht und ich habe viele Menschen kennengelernt, die ich so nicht kennengelernt hätte.

Was wären deine Pläne für Güstrow gewesen? Auch in Bezug auf das Thema Medienkompetenz?
Die Jugend, die Bürger wieder mehr in den Fokus zu holen, dass sie wieder mehr mitgestalten. In Bezug auf Medienbildung könnte man vielleicht auch so eine Medienschule wie die Frieda23 [in Rostock] erschaffen – so etwas gibt es momentan nicht. Die Leute sollen wieder teilhaben an der Stadt.

Was sind deine nächsten Ziele? Was möchtest du gerne noch erreichen?Nächstes Jahr sind Kommunalwahlen (Stadtvertetung und Landkreis), da stehe ich momentan auf der Vorschlagsliste.
Als ein längerfristiges Projekt ist geplant, dass ich Lehrgangstränger für Pyrotechnik werde. Wenn man so viel Fachwissen hat, muss das ja auch irgendwie wieder raus.

Wir haben da schön öfter drüber geredet – dieses Jahr bist du das letzte Mal bei filmab! dabei. Wie geht es danach für dich weiter (auch auf den JMMV bezogen)?
Ja es ist mein letztes Jahr bei filmab! – bald bin ich 28 und falle dann raus. Fühlt sich aber trotzdem so an, wie jedes Mal. Man denkt nicht an morgen, man lebt heute.
Auf den JMMV bezogen ist das schwierig… das geht ja auch irgendwann vorbei. Aber ich werd schauen, wie es sich entwickelt.
Ich bin ja auch beim ASJ und werde da eventuell demnächst im Bundesvorstand sitzen. Aber ich wünsche dem JMMV alles Beste für die Zukunft.

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