Redaktion
Schreibwut und Pinguinseele

Angefangen zu schreiben hat sie, als sie nen Stift halten konnte, sagt sie lachend. „Schreibwütig bin ich“, sagt sie entschieden über sich selber.

Linn, die vom Storch gebracht wurde aber eigentlich aus Rostock kommt, entpuppt sich nach den ersten gewechselten Sätzen als jemand, mit dem man ungehemmt über Gott, die Welt und den Mond plaudern kann. Denn da will sie mal hin, zum Mond. Aber nur zu Besuch.
Es gibt jedoch auch einen anderen Ort, der näher liegt, an den sie gerne mal reisen würde. Ja, wo sie sogar hin auswandern würde. Schweden, sagt Linn verträumt und fängt an von der Offenheit der Skandinavier zu schwärmen. „Diese Mischung aus zufriedenem Mensch und Natur finde ich einfach total toll.“
Schade nur, dass sie dort wohl nie ihrem Seelentier begegnen wird. Dem Pinguin, der so vorsichtig durch’s Leben watschelt, aber auch richtig Speed aufnehmen kann, wenn er muss. „Und was lustig ist,“ fügt sie hinzu, „ist, dass Pinguine ihre Freunde auch mal ins Wasser schubsen. Einfach um zu testen, ob da ein paar Seelöwen rum schwimmen.“
Die Pinguinliebe geht sogar so weit, dass Linn sich mit ihrer besten Freundin ein Pinguinpaar angeschafft hat. Aber nur die Kuscheligen, aus Plüsch, die man mit ins Bett nehmen kann. Und einen Pullover, auf dem „Team Pinguin“ mit dem jeweiligen Namen des Tierchens steht.

Wenn’s um’s Musikalische geht, ist Linn da relativ breit aufgestellt. Angefangen bei „irgendsoeinem emotionalen Klassikgedöns“ bis hin zu Linkin Park. „Alles so ein bisschen. Nur kein Rap,“ erzählt sie mit verzogener Miene und widmet sich wieder ihrem Laptop, um in die Tasten zu hauen.
Das eifrige Klappern der Tastatur erfüllt dann den Moment. Sie überfliegt das Geschriebene mit kritischem Blick. Löscht etwas und setzt in einem noch höheren Tempo fort.
„Schreibwütig“ ist ein gutes Wort, um Linn zu bezeichnen.

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