Branchenkonferenz
Oh Käpt’n, mein Käpt’n

Wenn der Film- und Medienstandort MV zum Kreuzfahrtschiff im Haifisch-Becken wird.

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Foto: pixabay


Bei der zweiten Branchenkonferenz am Rande des 26. Filmkunstfests MV trafen Film- und Medienvertreter zusammen. Jeweils zwei Themenkomplexe wurden am Dienstag und Mittwoch in spannenden Podiumsdiskussionen behandelt.

Stellen wir uns den Filmstandort Mecklenburg-Vorpommern als Kreuzfahrtschiff vor, das im großen Haifischbecken schwimmt. Die örtlichen Rahmenbedingungen für Filmcrews sind die Ausstattung des Dampfers. In einigen Bereichen noch ausbaufähig bleibt doch die Erkenntnis, dass viel Potenzial vorhanden ist. Die Podiumsteilnehmer von „Filmbranche trifft Tourismus“ waren einer Meinung und hinterfragten die Reize des Standort MV. Nur eine schicke Ausstattung lockt keine Gäste am Bord. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es dank der Bestrebungen des neugegründeten Produzenten-Verbandes MV heißt: Land in Sicht!

Aufsteigen und losfahren. Passagiere am Bord, doch das Schiff steht. Wir brauchen Kohle. Das wurde deutlich, als Vertreter der Landespolitik im Panel „Frischer Wind am Film- und Medienstandort MV“ über Filmförderung debattieren. Eine Frage bleibt: „Leere Worte nichts dahinter?“. Das wird sich wohl nach der Landtagswahl im September zeigen. Am zweiten Tag der Branchenkonferenz wurde der Blick in die Zukunft gelenkt. Kurz, sparsam und prägnant: so wurden im Thema „Die Produktion von Webserien“ das neue Kinderprogramm des Schiffes beschrieben. Noch eine geringe Bedeutung am Bord bieten sie Alternativen zum großen Entertainment-Programm Fernsehen. „Fernsehformate im Fokus“ war das letzte Thema und stellte die interessante Frage, ob das Entertainment-Programm am Bord so weiter laufen kann. Das Programm muss zusammen mit den neuen Medien neue Wege gehen. Abschließend steht die Aufgabe fest: Den Dampfer auf Kurs bringen.

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