PLAY
Verrücktes Rollenspiel

Stell dir vor, du wirst verfolgt und flüchtest an einen Ort, der alles andere als romantisch ist.

Kurzfilm: PLAY
Foto: Andrea Cazzaniga

Linda (Nicole Gerdon) sitzt im schwarzen Spitzentanga auf ihrem kuscheligen Bett und raucht genüsslich eine Zigarette. Italienische Musik ertönt von der Schallplatte. Roter Lippenstift berührt ihre Lippen. Erotische Stimmung liegt in der Luft. Plötzlich hört sie aus dem dunklen Hausflur ein Geräusch. Woher kam es? Auf einmal klingelt das Telefon. Es ertönt die italienische Musik. Linda fragt sich, wer sie mitten in der Nacht anruft. Woher weiß der Anrufer, was Linda gerade gehört hat? Und wer ist er? Fragen über Fragen. Sie verlässt die Wohnung und ein beklemmendes Gefühl begleitet sie. Die Angst steigt, dass jemand sie auf Schritt und Tritt verfolgt. Ist das ihr Stalker? Ihr Weg endet abrupt an einem unheimlichen Ort. Ist sie ihm entkommen oder ist er näher als sie denkt?

PLAY vom italienischen Nachwuchsregisseur Andrea Cazzaniga überzeugt durch seine anziehende Dramaturgie. Am Anfang des 13-minütigen Kurzfilms liegt die Vermutung nahe, dass hier ein kleiner Psychothriller aufgeführt wird – doch dann wird es noch verrückter. Hauptfigur Linda besticht durch ihre sinnliche Ausstrahlung. Im Strudel der schaurigen Verfolgungsgeschichte verschmelzen Wahnsinn und Realität zu einer grotesken Romanze. Unklar bleibt nur, warum sich der Filmemacher für die unscharfe Optik entschieden hat.

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