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Vision oder Wirklichkeit?

Lore plauderte über ihre Vergangenheit und Gegenwart. Dabei schmückte sie ihre Erzählungen mit so vielen fabelhaft-wohlklingenden Worten, dass es ganz leicht wurde, ein Bild von ihrer Zukunft zu zeichnen.

Foto: Tino Höfert
Foto: Tino Höfert

Mai 2025. Das Filmkunstfest feiert 35-jährigen Geburtstag. In den letzten Jahren ist das Schweriner Event für Augen und Ohren noch größer, noch bunter, noch prächtiger geworden. Sämtliche talentierte Schauspieler, die sich zwischen den beiden Polkappen befinden, reisen in die Landeshauptstadt. Für die Marsianer ist der Weg leider noch immer etwas weit, aber das Problem wird nächstes Jahr bestimmt mit einer Shuttle-Rakete behoben werden. Die filmab!-Redaktion brütet im eigenen Verlagshaus über der nächsten Ausgabe, doch eine fehlt: Lore.

Die pfiffige Rothaarige verweilt nämlich gar nicht mehr in Deutschland, sondern ist bereits vor ein paar Jahren nach Buenos Aires, Argentinien gezogen. Während die Redaktion den Tag plant, steht sie durch die Zeitverschiebung von 4 Stunden bereits auf der Bühne des Teatro Colón. Denn nach ihrem erfolgreich abgeschlossenem Studium der klassischen Musik steht die kleine Rampensau nun im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und schmettert gekonnt Mozarts Oper „Cosi van tutte“.
Bevor sie auswanderte und ihr Hobby zum Beruf machte, startete sie eine Kampagne zur Reformierung des Schulsystems. Unter dem Motto „Noten? Nein, nein!“ zog sie mit hunderten Mitstreitern auf die Straße und kämpfte unter anderem für klassenübergreifenden, interaktiven sowie interessensorientierten Unterricht.

Vor ein paar Jahren dann entschieden sie und ihr Mann, nach Buenos Aires zu ziehen. Da Lore an der Ostsee groß geworden ist, das Meer liebt und sich am Wasser immer geborgen fühlt, wünschte sie sich ein solches Gefühl auch für ihre Kleinen. Nicht nur in dem Punkt macht sie vieles ähnlich wie ihre eigenen Eltern. Die lehrten ihr vor vielen Jahren, dass man sich nicht verstellen sollte und sich lieb haben sollte, wie man eben ist. Das Selbstbewusstsein und die damit einhergehende Freiheitsliebe sind zwei Dinge, die die liebe Lore wohl immer ausmachen werden. Egal, ob in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.

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