Interview: Leofilms
Was hat es eigentlich mit diesem Leo auf sich?

Seit fünf Jahren wird das Filmkunstfest von LeoFilms begleitet. Wir haben vier Mädchen getroffen, die in der Redaktion und in der Jury mitmachen.

LeoFilms meets filmab! - Anna Motzkus (links) und Lore Bellmann [Foto: Tino Höfert]
LeoFilms meets filmab! – Anna Motzkus (links) und Lore Bellmann [Foto: Tino Höfert]

Paula Paetsch, Tessa Ertl und Mirko Schütze von der Sophie Medienwerkstatt besuchten uns am Donnerstag in unserem Redaktionsraum, um uns zu interviewen. Danach drehten wir den Spieß einfach um und stellten Paula und Tessa einige Fragen zu LeoFilms.

Was macht euch am meisten Spaß bei LeoFilms?
Tessa: Wenn wir mal einen Film im Kino gucken. Aber wir dürfen die meisten noch nicht sehen, weil wir erst 11 Jahre alt sind und nur ein Film für Kinder unter 12 Jahren ist.

Warum heißt ihr LeoFilms?
Paula: Wir haben so eine Handpuppe, das ist ein Löwe und den haben wir Leo genannt. Ihr könnt ihn immer in unserem Vorspann sehen.

Paula, Tessa und Lore (v.l.n.r.) trafen sich zu einem kurzen Interview [Foto: Tino Höfert]
Paula, Tessa und Lore (v.l.n.r.) trafen sich zu einem kurzen Interview [Foto: Tino Höfert]
Später besuchte uns noch Anna Motzkus. Sie ist 17 Jahre alt und ein „alter Hase“ in der Redaktion.

Anna, das wievielte Mal bist du jetzt bei LeoFilms dabei?
Anna: Schon zum vierten Mal.

Und warum machst du immer wieder mit?
Anna: Erstens sieht man mal Filme, die so nicht im Kino laufen. Gleichzeitig hab ich dann die Chance, mich damit näher zu beschäftigen, als wenn ich nur einen Nachmittag zum Filmkunstfest hingehe und mir das so angucke. Ich bin ein großer Fan von Kurzfilmen, die ja sonst auch nicht laufen. Ich freu mich, dass es die Kurzfilmrollen und die Kurzfilmnacht gibt. Bei LeoFilms lernen wir den Umgang mit der Kamera, was davor und dahinter wichtig ist, wie man Interviews führt oder Kritiken aufnimmt. Das macht mir einfach jedes Jahr wieder Spaß.

LeoFilms gibt es ja nur zum Filmkunstfest. In welchem Zeitraum habt ihr dann eure Arbeitsphasen?
Anna: Wir sind keine regelmäßige Gruppe, sondern arbeiten gezielt auf das Filmkunstfest hin und werten es hinterher noch zusammen aus. Wir beginnen damit, ein paar Filme zu sichten und zu besprechen, wer wann da ist und was macht. Das passiert immer so Anfang April oder Ende März. Hinten raus arbeiten wir immer noch bis circa Mitte Juni an den Beiträgen.

Wie läuft die Redaktionsarbeit bei euch ab?
Anna: Wir treffen uns jeden Tag morgens gegen 10 Uhr und besprechen, wer was wann macht. Dann erarbeiten wir über den Tag unsere Beiträge und bleiben auch manchmal bis spät.

Über welche Kanäle läuft eure Berichterstattung?
Anna: Wir sind viel unterwegs auf Instagram und Facebook. Unser Ziel am Ende jeden Tages einen kurzen Schnipsel auf YouTube hochzuladen. Letztes Jahr haben wir täglich einen kompletten Beitrag mit An- und Abmoderation und mehreren Punkten und Kritiken gemacht. Das haben wir uns für dieses Jahr nicht vorgenommen. Zum Beispiel haben wir gestern ein Interview mit Thomas Bartels auf YouTube hochgeladen. Das sind so die Medien, auf denen wir unterwegs sind.
Dieses Jahr haben wir das Ziel, zwei Beiträge über unsere Arbeit zu machen, die im Nachhinein auch im Offenen Kanal ausgestrahlt werden. Die Sendezeiten stehen aber noch nicht fest.

Spezialisiert ihr euch auf bestimme Themen oder wollt ihr eher einen Rund-um-Einblick in das Festival geben?
Anna: Natürlich wollen wir auch einen generellen Eindruck vermitteltn und zeigen, wie es hier so ist, wer da ist und was noch so dazu gehört. Aber eigentlich konzentrieren wir uns schon sehr auf die Filme, die speziell für Kinder und Jugendliche hier laufen. Und auf die Schauspieler und Regisseure, die dazu da sind.

Was ist dein Eindruck vom diesjährigen Filmkunstfest?
Anna: Ich bin total froh, dass es den LEO-Filmpreis wieder gibt. Der wertet die Kinder- und Jugendfilmreihe noch mehr auf. Auch sonst bin ich wieder begeistert und finde es toll hier.

Hast du noch einen heißen Filmtipp für uns?
Anna: Aus zweiter Hand empfehlen kann ich ABOUT A GIRL mit Jasna Fritzi Bauer in der Hauptrolle. Was ich sehr gut fand aus der Kinder- und Jugendfilmreihe war STELLA. Und aus der Dokumentarfilmreihe noch einen: FAMILIE HABEN. Der ist auf jeden Fall sehenswert. Von den Kurzfilmen habe ich dieses Jahr leider noch nichts gesehen, werde mir aber noch die ganze Dosis antun.

Carla ist Jurymitglied beim Kinder- und Jugendfilmwettbewerb [Foto: Tino Höfert]
Carla ist Jurymitglied beim Kinder- und Jugendfilmwettbewerb [Foto: Tino Höfert]
Zum Abschluss habe ich Carla Dietrich (16) aus der Kinder- und Jugendfilmjury getroffen.

Carla, was sind eure Kriterien, wenn ihr einen Film bewertet?
Carla: Es gibt so Dinge, die man objektiv ganz gut bewerten kann. Zum Beispiel, wie die Darsteller spielen, ob die Message rüberkommt, der Schnitt oder die Kostüme.

Ist es schwierig, auf einen Nenner zu kommen? Diskutert ihr viel?
Carla: Es gibt immer sehr viele verschiedene Meinungen. Ich persönlich finde es auch voll schwer, die Filme miteinander zu vergleichen.

Ist euch bei den Filmen etwas aufgefallen, was sie gemeinsam haben?
Carla: Ich finde, es geht sehr viel um Familiäres oder Persönliches.

Und wie gefällt dir das Festival?
Carla: Ich find’s richtig cool! Es sind einfach Filme, die sonst nicht im Kino gezeigt werden. Klar ist es auch anstrengend. Gestern haben wir zum Beispiel drei Filme geguckt und dann immer in dieser stickigen Kinoluft. Aber vor allem macht es viel Spaß. Besonders, wenn noch Gäste zu den Filmen da sind.

Hast du vor, auch beruflich mal was mit Film zu machen?
Carla: Ganz genau weiß ich das noch nicht, aber ich kann mir das ganz gut vorstellen. Es wäre mir auch egal, ob vor oder hinter der Kamera.

Was ist dein persönlicher Liebling bis jetzt?
Carla: Ich fand STELLA sehr gut. Oder auch ABOUT A GIRL. Es gab bis jetzt keinen Film, der Müll war.

Vielen Dank an Paula, Tessa, Anna und Carla für die freundlichen Interviews!

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