20 Jahre filmab!
Fünfundachtzigmal schreiben bis zur Deadline

Nicht nur das Festival feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Das unabhängige filmab!-Magazin gehört seit 20 Jahren zum Filmkunstfest dazu.

Die Redaktion zum Filmkunstfest 1999
Die Redaktion zum Filmkunstfest 1999

„Das Filmkunstfest dient auch in diesem Jahr wieder als Treffpunkt für junge Journalisten.“ – So beginnt die Selbstvorstellung in einer kleinen, selbstgedruckten Broschüre, die am 3. Mai 1995 rund ums Capitol verteilt wurde: die allererste filmab!-Ausgabe erblickt das Licht der Welt.
Der Text stammt von Katja Samland, der ersten V.i.S.d.P. in der Geschichte dieses Projekts, das jedes Jahr aufs Neue ehrenamtlich vom Jugendmedienverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (JMMV) organisiert wird.
Doch warum eigentlich „wieder als Treffpunkt“, wenn es doch die allererste Ausgabe war? „Wir starteten bereits 1994 mit einem ganz dünnen, eher peinlichen Versuch“, erinnert sich Katja. 1995 arbeitete dann zum ersten Mal eine Jugendredaktion auf dem Festival: Fünf Redakteure zwischen 14 und 17 Jahren, zwei Layouter, vier Ausgaben, täglich eine Sonderseite in der Schweriner Volkszeitung. Der erste Artikel war ein Portrait über Karl-Heinz Lotz, den damaligen Direktor des Festivals.

Zum Filmkunstfest 2015 erscheint der 20. Jahrgang des filmab!-Magazins – mit Ausnahme von 2014 gab es keine Unterbrechungen. Jedes Jahr Anfang Mai quartiert sich eine junge Redaktion ein, um das Festival journalistisch zu begleiten. Täglich wird eine kleine Zeitschrift mit Rezensionen, Berichten und Interviews veröffentlicht. Das Besondere dabei: filmab! ist nicht das Magazin vom, sondern zum Filmkunstfest. Die Redaktion arbeitet unabhängig und genießt die journalistische Freiheit, auch mal einen leidenschaftlichen Verriss zu schreiben. Von der Recherche bis zum fertigen Layout entsteht filmab! ehrenamtlich und mit viel Liebe fürs Detail. Das ist unter den deutschen Filmfestivals einmalig.

So, wie sich das Filmkunstfest über die Jahre wandelte und wuchs, veränderte sich auch filmab!: Der Druck wurde professioneller, der Seitenumfang größer, die Texte vielfältiger. Schon Ende der Neunziger gab es filmab! auch online zu sehen, seit acht Jahren gibt es dieses WordPress-Blog. Seit 2008 erscheinen pro Festival fünf Ausgaben mit jeweils 16 Seiten. In 20 Jahren kamen so 85 Printausgaben und fast 700 Blogartikel zusammen.

So sah die erste filmab!-Homepage aus.
So sah die erste filmab!-Homepage aus.

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