Very British, very German
[Länderreihe „London Short Film Festival“]

Im Programm enthalten ist ein Gruß von Oliver Hübner. Aus den in London gezeigten 300 Short Cuts hat er für Schwerin 13 Streifen ausgesucht.

Filmstill: Joseph Pierce
Filmstill: Joseph Pierce

Eine gute Auswahl, befand Philip Ilson, Gründer und Leiter des London Short Film Festivals beim Filmtalk nach der Freitagsvorführung. Und ich bin ebenfalls restlos begeistert von sieben gezeigten Strefen. Dann fehlen mir noch sechs. Am Sonntag werde alle dreizehn Filme im Capitol gezeigt.
Zehn Jahre jung ist die Kurzfilmreihe in der britischen Metropole. Das Programm geht über zehn Tage und umfasst neben der Unmenge an britischen Short Cuts auch Konzerte, Workshops und Diverses mehr. „You could experience twenty things in the time it takes to watch The Hobbit. Take that, Bilbo!“, schrieb der Guardian Guide im Januar. Und im Allgemeinen weiß das i-D Magazine: „This is a festival not afraid to take creative risks and nurture new talent, something rarely seen in this age of austerity and conformity.“
Die kleine Auswahl vom Freitag war vielfältig. Angefangen bei der Geschichte eines leidenschaftlichen Sammlers, der zum Ursprung findet (The Collector) und kurzem, knackigem Humor über die Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen (Ollie). Oder die Chance, in Tom Moodys Kopf zu steigen, um seiner Motivation auf die Schliche zu kommen (I am Tom Moody). Unterbrochen von den häuslichen Sportübungen, die jeden Engländer olympiareif trainieren können (Walk Tall), wird sensibel die Sehnsucht einer Mutter auf Antworten inszeniert (Dylans Room) und abgeschlossen durch zwei bildlich gewagte Streifchen, welche jegliche Sprache durch Handlung und Geräusch entbehren. Ein Dinner entpuppt sich nur des kulinarischen Menüs wegen als große Kunst, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso (Le Grand Festin). Das schwarze-weiße Kopfkino einer Barkeeperin sucht übertrieben nach nach Klischees. Ob diese kleine Auswahl als „very british“ gelabelt werden könne, wollte sich Philip Ilson nicht einschubladen lassen. Im Filmtalk antwortete er nur mit der Gegenfrage: “What is very German?”

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