They don’t do it for the money,…
[Länderreihe „The Last Projectionist“]

… they do it for the love on the job.

Foto: Electric Flix
Foto: Electric Flix

Anhand des ältesten noch als Kino genutzten „Electrics“ (wie zur Entstehungszeit des Kinos noch alle Vorführstätten genannt wurden) beginnt ein Rückblick bei reisenden Filmvorführern und endet mit der Diskussion um die Digitalisierung und die Zukunft kleiner Independent-Cinemas.
Bunt animiert und mit interessanten Gesprächspartnern geht es um die verschiedenen Epochen des Kinos: Stummfilm, Kino als Ort für Nachrichten, der Einfluss von Fernsehen als Informationsquelle und Entertainment-Angebot, die British-Film-Quote, die dazu führte, dass „The Electric“ zwischenzeitlich auch Erotikproduktionen zeigte, bis zum ersten digitalisierten Saal der Stadt Birmingham.

Als wolle er die Vielfalt der Mediums Film beweisen, nutzt Thomas Lawes die Möglichkeiten des Dokumentarfilms in „The Last Projectionist“ voll aus: Eine offene Gesprächsrunden von Kino-“Veteranen“ leitet den Zuschauer in und immer wieder durch den Film. Dazu historische Filmausschnitte, Animationen, Detailaufnahmen, Totalen und Interviews aus verschiedenen Perspektiven, um durch die Epochen und Themen der letzten 100 Jahre Film in Großbritannien zu führen.

Was die fünf Herren zu Beginn und Ende ihres Gesprächs erzählen, stellt wohl am besten dar, warum Kino auch weiterhin Menschen faszinieren wird: Nicht für Geld gingen sie ihren Berufen im Kino nach, sondern aus Leidenschaft zum Film und einem Pflichtgefühl gegenüber dem Publikum. Ob nun auf 35 mm oder Festplatten: Kino ist ein einmaliges Erlebnis. Gerade Programmkinos wie das „Electrics“ spezialisieren sich in diese Richtung. Diese Gründe lassen sich wohl auch auf Festivals übertragen.
Übrigens wählten die Macher von „The Last Projectionist“ einen ganz modernen Vertriebsweg: Wer es nicht ins Kino schafft (oder diesen Text zu spät liest), kann sich den Film sehr einfach für knapp 5 Euro auf Vimeo ansehen.

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