That’s Greek to me
[Eröffnungsfilm „Papadopoulos und Söhne“]

„Das Gefühl, das dieser Film vermitteln soll, ist ein Gedanke der Gemeinschaft.“- Marcus Markou

Foto: Neue Visionen Filmverleih
Foto: Neue Visionen Filmverleih

Tatsächlich stellt sich mit dem diesjährigen Eröffnungsfilm die Frage: Was passiert, wenn ein griechisch-zypriotischer Theaterschauspieler aus Birmingham sich als Regisseur probiert? Marcus Markou thematisiert seine griechischen Wurzeln und kombiniert es mit dem, was den Engländern am liebsten ist: Fish and Chips.

In seinem ersten Spielfilm „Papadopoulos & Söhne“ lässt Markou den erfolgreichen Geschäftsmann Harry Papadopoulos (Stephen Dillane) dank der Finanzkrise mal so richtig abschmieren. Mit dabei sind drei nervige Gören, die alle nicht so wollen, wie der Papa es will oder von denen er eigentlich gar nicht weiß, was sie wollen. Denn das „big business“ war nicht sehr förderlich für die Familie an sich, mit verstorbener Ehefrau wird’s gleich noch etwas dramatischer. Letztlich muss er sich wieder mit seinem lebensfrohen Bruder Spiros (Georges Corraface) abgeben, um den gemeinsamen Imbiss wiederzueröffnen.
Wer jetzt denkt: Da fehlt mir die Konstante, was soll der arme Knacker tun, wenn er mal keinen Fisch mehr braten will und seine Kinder sich mit Jungs, Pflanzen und Börsenprognosen davon gemacht haben? – Keine Sorge: Es gibt ja noch Sophie (Cosima Shaw), die sich ihrem Gerechtigkeitssinn folgend bei den großen Banken für Harry einsetzt. Seinen Blicken nach zu urteilen ist sie die erste Frau seit Langem, die dies vermag.

„Papadopoulos und Söhne“ ist samstagabendtauglich, eine multikulturelle Komödie zum Wohlfühlen; jedoch wird kein Neuland erobert und es bleibt bei altbekannten Klischees. Dank Trailer und den ersten Filmminuten ist die Moral von der Geschicht schnell erkannt: Erfolg ist, wenn du glücklich bist. Sprich: Arbeite nicht so viel und häufe lieber schöne Momente mit der Familie statt goldene Wandbehänge an.

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