Same procedure as every year
[Eröffnungsveranstaltung]

Heimliches Motto der Eröffnungsveranstaltung des Filmkunstfestes: Vorfreuen, Hören, Sehen und Gesehen werden.

Podium mit Mathias Brodkorb, Elke Haferburg, Oliver Hübner, Angelika Gramkow, Torsten Jahn und Marko Vogt (v.l.n.r. / Foto: Jette Kleindienst)
Podium mit Mathias Brodkorb, Elke Haferburg, Oliver Hübner, Angelika Gramkow, Torsten Jahn und Marko Vogt (v.l.n.r. / Foto: Jette Kleindienst)

Jeder, der etwas auf sich hält, lief am Dienstagabend über den roten Teppich hinter der Baustellenabsperrung am Capitol. Journalisten, Fotografen, Videoteams, Festival-Mitwirkende, Jurymitglieder, Schauspieler, Regisseure, Ehrengäste, Vertreter der Politik, Veranstalter und natürlich das Schweriner Publikum. Zwei vollbesetzte Säle erlebten die Eröffnungsrunde mit Elke Haferburg, der Direktorin des NDR-Landesfunkhauses MV, dem Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb, Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, Programmredakteur Oliver Hübner und Geschäftsführer Torsten Jahn. Letzterem gefallen laut eigenen Angaben bis auf eine einzige Ausnahme alle Filme im diesjährigen Festivalprogramm. Ähnlich sah das der stellvertretende britische Botschafter Andrew Noble. Er lobte zwar das „reichhaltige Programm mit tollen Filmen und Diskussionen“, aber ein Film schien auch ihm nicht zu gefallen. Eigentlich hätte er „Submarine“ von Richard Ayoade als sehenswerte Teenager-Komödie bewerben sollen. Mit „Ich habe drei pubertierende Kinder zuhause. Ich gehe nicht ins Kino, um das zu sehen.“ bot er allerdings eine Kostprobe des ganz speziellen britischen Humors und überbot gleichzeitig NDR-Radiomoderator Marko Vogts bilinguale Unterhaltungsversuche.

Minister Mathias Brodkorb pries das Filmkunstfest als ein „Fest für Augen, Ohren, Gehirn und Seele“ an. „Dieses Festival ist ein Geschenk für Sie.“ Weniger pathetisch formulierte es Angelika Gramkow, indem sie das Festival einen „Anlaufpunkt für Jung und Alt“ nannte. Wortwörtliches Highlight: Die bunt beleuchteten Musiker von Jim Kroft und Band spielten erfrischenden englischen Indierock und brachten das gemütlich sitzende Publikum wenigstens phasenweise zum Fußwippen.

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