Die Bühne war ganz schön voll
[Konzert Randgruppencombo]

Instrumente, Notenständer und Musiker tummelten sich im Bühnenlicht. Und das Publikum im Parkett tanzte am Rand um die Stühle herum.

Foto: Wiebke Maeß
Foto: Wiebke Maeß

Acht Musiker um Heiner Kondschak bespielten am Mittwochabend circa 40 Instumente mit Songs von Gerhard Gundermann. Von “Gundi” kenne ich ein paar Texte von den bisherigen CDs der “Randguppencombo“. Zu einem Konzert hatte ich es bisher noch nicht geschafft. Ist allerdings auch nicht häufig möglich, denn sie spielen äußerst selten. Doch am Mittwochabend haben sie Saal 1 des Capitols zum Füßewippen gebracht – beim ersten Lied. Aber von der Fankurve vor der Bühne bis zur Laolawelle im hinteren Parkett wurde später noch geklatscht, gejubelt, gepfiffen und aufgehüpft.
Ähnlich viel war auf der Bühne los. Denn einfach machen sie es sich nicht, den sächsischen DDR-Liedermacher zu covern. Es wechseln Geige, Saxophon, Schifferklavier, Flöte, Trompete und Gitarre immer wieder die Besetzung oder die Position hinter den Mikros. So, wie es auch immer wieder Soloeinlagen gibt, oder Duette, die sich zu Quartetten oder zum variosen Zusammenspiel aller neun Combo-Mitglieder entwickeln. Der Klang wandelt sich von Lied zu Lied.
Vielfältig sind auch die Musizierenden selbst. Vor fast 15 Jahren am Landestheater Tübingen vom Intendanten Heiner Kondschak initiiert, haben erst Schauspieler und Theatermitarbeiter im Projekt mitgemacht. Inzwischen ist die Band um einige Personen reicher. Neben knackig erzählten Anekdoten zu „Gundi“ erzählt Heiner auch, wie er selbst in jungen Jahren zum Gitarre spielen gekommen ist. In einer Zeit, in der „Klampfbarden“ und ihre sinnfreien Texte wie Pilze aus dem Boden schossen. Deswegen muss die Randgruppencombo nicht selbst um Worte ringen, solange sie mit kräftigen Gesang und Schwung Gundermanns Aussagen interpretieren kann. Was bleibt, ist die klare Empfehlung, dass man sie unbedingt live erleben muss, um ein paar gute Musikerwitze und Songs wie das Hochzeitslied von Conny und Gerhard zu hören.

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