Tino, der konstante Korrekturleser

 

Es ist Sonntag, 12.52 Uhr. Tino und ich verlassen das Komplex, um uns auf den Weg zum filmkunstfest-Büro zu machen. Genau genommen ist es sogar ein verkaufsoffener Sonntag und so erklärt sich auch, warum die Straßen der Schweriner Innenstadt gut gefüllt sind.

Als alljährliches filmab!-Ritual und Einstieg in den Redaktionsalltag mussten alle Teilnehmer und Teamer Interviews durchführen, um sich besser kennen zu lernen. Wie es das Schicksal so wollte, zogen Tino und ich einander – im übertragenen Sinne – aus dem Hut. Eine perfekte Gelegenheit, mehr über den Anderen zu erfahren. Was eigentlich schon fast nicht mehr möglich ist, da Tino und ich uns schon einige Jahre kennen. Seit so circa, über den geeichten Daumen gepeilt, 6 Jahren. Das sind 6/22 meines Lebens.
Vor 5 Jahren drückte er mir den Flyer für dieses komische filmab!-Seminar in die Hand und irgendwie begann von da an eine Freundschaft. Diese ist vor allem durch gemeinsame Freunde, aber auch durch unsere Zeit beim JMMV und somit vielen halb durchgemachten Nächte geprägt, in denen wir Flyer gelayoutet oder über die Zukunft philosophiert haben. Und jetzt sind wir hier, in Schwerin, auf dem vertrauten Weg zum filmkunstfest-Büro. Das vierte Jahr in Folge zusammen. Noch wissen wir nicht, auf was für eine „beschwerliche“ Reise wir uns an diesem letzen ruhigen Tag vor der großen Woche begeben haben.

Wo wir grade bei beschwerlicher Reise sind: Nachdem wir gemeinsam 2008 Abitur gemacht und anschließend in Greifswald unseren Zivildienst geleistet haben, zog es Tino in die weite Welt. Gut, nicht so weit weg, aber immerhin nach Potsdam, um dort zu wohnen und in Berlin Publizistik zu studieren. Wenig später rief ihn das Meer zurück und Tino sollte bald wieder Ostseeluft schnuppern. Voller Tatendrang und Wissensdurst verschlug es ihn in seine Geburtsstadt Rostock, der er bis heute treu geblieben ist, um dort Politik- und Erziehungswissenschaft zu studieren. Von dort aus untersützt er den JMMV, wo immer er kann im Büro, da er zufällig fast nebenan wohnt. Wer Tino kennt, der weiß: Wenn Tino sagt, dass er was macht, dann macht er es auch! Selten findet man heute noch Menschen, die so zuverlässig sind, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um zum Beispiel Texte zu korrigieren. Sei es nun die Bachelorarbeit eines Freundes oder der Artikel für die nächste „JMMV-aktuell“.

Tino als Freund zu haben ist so, als hätte man immer eine Konstante, die auch nach mehrmaligem Integrieren nicht zu Null wird. Er ist einfach immer da und vervollständigt die Gleichung, die ohne ihn einfach falsch wäre.

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