Rehstallstraße Nr. 80 [Dok „Hannes“]

Hannes ist erst fünf Jahre alt, aber in ihm steckt eine kleine Kämpfernatur. Daniel Abma hat ihn für seine gleichnamige Kurzdoku begleitet.

Filmszene aus "Hannes"
Foto: HFF Konrad Wolf

Wenn er zaubern könnte, dann würde er sich wünschen ein Power Ranger zu sein. Ein lieber Power Ranger, der gegen die Bösen kämpft – und gewinnt. Hannes ist fünf und hat schon seine erste Freundin. In seinem Kindergarten ist er der Stärkste. Seitdem sein Papa weggezogen ist, ist ihm das noch wichtiger geworden. Stark zu sein wie sein „Stiefvadder“, das wünscht er sich. Denn der ist der Allerstärkste auf der Welt.

Mit dem Dokumentarfilm „Hannes – Über Papas und Power Ranger“ ist Daniel Abma ein eindrucksvoll sensibles Portrait eines kleinen Kämpfers gelungen. Dabei stehen jederzeit Hannes und seine Sicht auf die Welt im Vordergrund. Zwischen zwei Papas aufzuwachsen ist für ihn nicht leicht. Auf der Suche nach Anerkennung und dem Platz, an den er gehört, hat er bereits ein bisschen seine kindliche Art verloren. Seine Wortwahl und sein Umgang mit Anderen erinnern manchmal schon zu sehr an einen Erwachsenen.
Neben dem starken, kämpferischen Hannes existiert aber auch der verletzliche, der stets auf der Suche nach Liebe und Anerkennung ist. Daniel Abma gelingt es mit einfachen Mitteln, beide Seiten des eigenwilligen Rabauken einzufangen. Mit einer Ernsthaftigkeit, die man sich nur von mehr Erwachsenen wünschen kann, nimmt er Hannes wahr und hört ihm zu. Dadurch verschafft er dem Zuschauer einen authentischen Einblick in das (nicht immer einfache) Leben eines Fünfjährigen.

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