My home is my Wahlkreis
[Dok „Herr Wichmann aus der dritten Reihe“]

Das Stehaufmännchen aus der Uckermark: Andreas Dresen an der Seite von einem der auszog, um den Menschen zuzuhören.

Szene aus "Herr Wichmann"
Foto © Peter Hartwig

Henryk Wichmann ist ein ausgesprochen freundlicher Mensch. Wenn er auf Seniorenmessen fleißig Hände schüttelt, einer Schulklasse von seinen Haustieren erzählt oder 10.041 Unterschriften für den Erhalt der Polizeiwache Templin an den Innenminister übergibt – immer hat er einen netten Spruch auf den Lippen. Wichmann weiß, wie er seinen Mitmenschen das Gefühl gibt, dass ihnen jemand zuhört. Ein aufmerksamer Blick, bedächtiges Nicken.
Herr Wichmann ist Abgeordneter für die CDU im Brandenburger Landtag. In der Fraktion sitzt er etwas abseits in der hinteren Reihe. Sein Wahlkreis liegt in der fernen Uckermark. Wichmann ist immer in Bewegung. Äcker und Wälder rauschen an ihm vorbei, wenn er mit seinem Wahlkampfbus durch die Alleen fährt. Seine Schwerpunkte sind Verbraucher- und Bildungspolitik. Und immer wieder geht’s um den Schreiadler. Doch Wichmann hat Ausdauer, er ist Überzeugungstäter: „Mein Job ist es, dass ick Ihnen zuhör und weiß, wo der Schuh drückt. Dafür bin ick da.“

Nach „Herr Wichmann von der CDU“ im Jahr 2002 ist der bekannte Filmemacher Andreas Dresen ein zweites Mal in die Beobachterrolle geschlüpft und hat den 34-jährigen Abgeordneten ein Jahr lang begleitet. Entstanden ist ein Portrait, das mit gewissenhafter Ruhe und frei von jeglicher Ironie der ostdeutschen Lokalpolitik auf den Zahn fühlt.

 

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