Nostalgie zum Mitsingen [Konzert Katrin Sass]

Katrin Sass am Mikro: Ein musikalischer Rückblick, eingebettet in Coverversionen bekannter Schlager und Chansons.

Mittwochabend, 20 Uhr. Der Capitolsaal 1 ist gut gefüllt, Spannung liegt in der Luft. Blaues Licht strahlt über die Bühne. Gleich gibt Katrin Sass, Ehrenpreisträgerin des filmkunstfestes 2011, ihr abendfüllendes Konzert „Goodbye Lenin, hallo Katrin“ mit ihrem persönlichen Streifzug durch ihr Leben.

Die gebürtige Schwerinerin tritt in einem stilechten, schwarzen Frack vor das begeisterte Publikum. In ihrem parodistischen Rückblick über 20 Jahre Mauerfall lässt sie kein Auge trocken. Das musikalische Trio aus Henning Schmiedt (Piano und künstlerischer Leiter), Peter Dahm (Saxophon) und H. D. Lorenz (Bass) unterstützt die Sass-Interpretationen von „Alt wie ein Baum“ oder „Marmor, Stein und Eisen bricht“ meisterhaft. Ihre sanfte, wohlgehende Schauspielerstimme klingt im Gesang eher hart und gedrückt. Katrin Sass selbst erlebte den Mauerfall am heimischen Waschbecken, „beim Putzen, Putzen, Putzen“. Das Fazit am Ende des deutsch-deutschen Abends zwischen Schlager und Chanson? Eher geteilt. Einige der Zuschauer wünschten sich mehr eigene Liedkreationen, andere wiederum fanden es einfach fantastisch.

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