Hektik im Sommer, Romantik jederzeit [NDR-special „Hiddensee“]

„Hier ist so richtig Insel. Man guckt nach links: Wasser. Man guckt nach rechts: Wasser.“ – Es ist das Beschauliche, was Hiddensee so einmalig macht.

Eine Möwe kreist über dem Meer, das NDR-Logo oben in der Ecke. Willkommen zum NDR-special über Hiddensee, die Perle der Ostsee. Der erste Eindruck von der 19,02 km² großen Insel, die westlich von Rügen liegt, ist unberührte Natur. Wer denkt bei Hiddensee nicht an das autofreie Paradies, umgeben von Wasser, reetgedeckten Häusern und alten Fischerbooten, die morgens in aller Frühe zum Fischen aufbrechen.

Der NDR präsentiert in seinem Dokumentarfilm diese Idylle und die Menschen, die hier täglich leben. Mit ihren Problemen, die jungen Menschen zu halten und der Angst, nicht von Urlaubern überschwemmt zu werden. Im Winter ist es still hier. Da sind sie für sich – die, die schon immer hier waren. Aber die traditionellen Fischer sind weniger geworden. In Neuendorf haben sie keinen Auszubildenden mehr, erzählt einer, der noch den Beruf als solchen gelernt hat und bis heute ausübt.
Im Film wird ein ursprünglicher Hiddensee-Junge dabei begleitet, wie er das Klangarchiv der Insel anlegt: Knarrende Türen, Pferdehufe auf dem Pflaster. Und im Sommer die etwas pampige Anweisung der Kurangestellten: „Ich hätte mal gern die Tageskurkarte für Hiddensee gesehen!“ Der genervte Unterton ist ihr nicht zu verdenken bei der Häufigkeit, mit der es die Frau sagen muss. Im Sommer herrscht Hochbetrieb auf der Insel. Die Doku der Fernsehjournalistin Gudrun Brigitta Nöh zeigt die Seiten Hiddensees, wofür es geliebt wird: Zwischen Hektik und Romantik wird die Naturschönheit genauso gezeigt wie die Menschen, die in dieser 1032-Seelen-Gemeinde leben.

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