Hans im Glück… oder Sophie in Schwerin

Wer schon das dritte Jahr in Folge Anfang Mai alles stehen und liegen lässt, um das filmkunstfest in Schwerin zu begleiten, der weiß mittlerweile auch, worauf er sich dort freuen kann: Sehr viel Kaffee, euphorisches Tastaturgetippe und spontane Kreativschübe sind bei Sophie keine Seltenheit, wenn sie sich wieder einmal auf einen Artikel für die filmab! stürzt. Wenn dann allerdings schon bei der Anreise der vollgepackte Koffer verloren geht, dann schmälert das auch bei der sonst so enthusiastischen Schülerin ein wenig die Vorfreude auf die bevorstehende Woche.
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Sophie beißt also die Zähne zusammen, denn schließlich verliert sie sich mit Vorliebe in der Illusion der filmischen Welten und lässt sich auch ohne Hab und Gut nicht von ihrem Ziel abbringen, anschließend an den Schreibtisch zurückzukehren und die cineastischen Werke vehement zu bejubeln, zerreißen, loben oder schmähen. Filme sind in der Lage, einen tiefgründigen Einblick in das Leben fremder Menschen und Kulturen zu vermitteln, ist sich die Schülerin sicher. Deswegen freut sie sich auch besonders auf die diesjährige Länderreihe Israel beim filmkunstfest.

Wenn sie also nicht gerade Filmrezensionen schreibt, dann tobt sich Sophie vielleicht gerade bei der Schülerzeitung Stichling des Friderico-Francisceum-Gymnasiums zu Bad Doberan aus oder organisiert im Rahmen ihrer Mitgliedschaft beim JMMV zusätzlich den Schülerzeitungswettbewerb. „Gelungen ist ein Artikel von mir, wenn die Menschen ihn zu Ende lesen, wenn sie vielleicht sogar darüber lachen können.“, sagt die Schülerin über ihren eigenen journalistischen Anspruch.

Und wie soll es mit dieser jungen Frau weitergehen, nachdem sie das Abitur in der Tasche hat? Wenn die Zeit gekommen ist, sagt Sophie, wird sie sich auf ihren Weg machen und neue Städte erkunden. Vielleicht wird sie in Köln Germanistik studieren, vielleicht auch Münster auf den Kopf stellen. Das Glück scheint dabei auf ihrer Seite zu sein, denn wer schlussendlich wie Sophie verschollen geglaubte Koffer zur Redaktion befördern kann, der muss wohl auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

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