Da geht noch was [Handyfilmwettbewerb]

Wieder ein neuer Versuch, die Jugend an die Filmkunst heranzuführen: der Handyfilmwettbewerb MV ging in die dritte Runde – und misslang.

Schirmherr und Kultusminister Henry Tesch höchstpersönlich rief in einem kurzen Clip dazu auf, „Eine kurze Geschichte der Energie“ mit dem Mobiltelefon festzuhalten. Am Gewinner des letzten Jahres, Daniel Zimmermann, könne man sehen, wie es laufen soll. Der Wettbewerb bietet die Chance, einen Fuß in die Tür des professionellen Films zu bekommen. Gute Idee, nur leider ging das Konzept auch im dritten Anlauf nicht auf: Geradezu traurig sieht die spärliche Auswahl der vier Handyfilme aus, die insgesamt zum Wettbewerb eingereicht wurden. Woran hapert’s also?

Das Projekt birgt noch viel Ausbaupotential, denn die Idee ist nach wie vor lobenswert. Es ist gut zu sehen, dass die Kritik an den letzten beiden Wettbewerbsrunden durchaus ernst genommen wurde. So hatte das diesjährige Thema mehr geistige Tiefe als noch 2010 mit „it’s handy, it’s party“.
Nur warum hat es trotzdem nicht geklappt mit der Förderung der „Filmemacher von Morgen“? Dem Wettbewerb fehlt es an Bekanntheit bei denjenigen, die man erreichen möchte: Junge Menschen, die fast alle ein Handy in der Tasche haben. Vielleicht wäre es ein guter Anfang, statt der Onlineplattform MV-Spion einen seriöseren Partner mit ins Boot zu holen. In Kombination mit einem kleinen Workshop, der das wichtigste Know-How zum Handyfilmen vermittelt, geht dann auch das Konzept der Medienkompetenz erst auf. Und der Funke zündet.

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