„Wenn das der Führer wüsste!“ [Musikfilmnacht]

Auf dem Führerstand des Reichsparteigeländes in Nürnberg rauchte er seine erste Zigarette. 1996 starb er an Leberversagen. Sein letztes Konzert gab er auf dem filmkunstfest in Schwerin.
Die Rede ist von Ralph Christian Möbius alias Rio Reiser. Der Sänger, Komponist und Schauspieler schrieb mit seiner Band Ton Steine Scherben und als Solokünstler Musikgeschichte. Kaum ein anderer deutscher Künstler prägte die Musiklandschaft so langanhaltend wie er. Auch heute noch gibt es kaum jemanden, der nichts mit Titeln wie „Keine Macht für Niemanden“, „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Rauch Haus Song“, „Junimond“ oder „König von Deutschland“ anfangen kann.

Die diesjährige Musikfilmnacht stand ganz im  Zeichen des Musikers. Den Auftakt im Speicher gab die Band „Die Rettung“ mit einem Ton Steine Scherben/Rio Reiser-Tribute. Unterstützt wurden die Rostocker von Akki Schulz von SCHERBENkontraBASS. Sie boten einen beeindruckenden Querschnitt durch die Werke Rio Reisers indem sie sich chronologisch durch seine und die Alben der Scherben arbeiteten. Im Publikum konnte jeder die Texte der Legende mitsingen, die Stimmung im gefüllten Saal stieg von Lied zu Lied.
Eine kurze Umbaupause und das Programm ging weiter. Der Film von Hanno Brühl und Peter Möbius Ich bieg dir’n Regenbogen dokumentierte das Leben und Schaffen des Sängers. Untermalt wurde der Film durch zahlreiche Konzertausschnitte aller Wirkungsstätten Reisers.
Am Ende des Abends bleibt nur eins zu sagen: grandiose Musik, packende Doku und alles über einen Helden der Musikgeschichte – Rio Reiser.

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