Ina – Karrieretyp oder Familienmensch?

Zum Auftakt des filmab!-Seminares habe ich die zuständige Chefredakteurin Ina (24) interviewt. Sie erzählte mir von ihrem Studium, ihrer Redaktionsarbeit und Wünschen für die Zukunft.

Du engagierst dich für den JMMV. Nebenbei studierst du aber auch noch Patholinguistik. Bedeutet das nicht viel Stress?
Schon, dieses Jahr war es sogar besonders stressig, weil mein Vater Betriebsjubiläum gefeiert hat und ich am selben Tag noch anreisen wollte. Außerdem schreibe ich gerade an meiner Diplomarbeit, deswegen habe ich zum Seminar auch linguistische Literatur mitgebracht.

Du sagst, dass du zurzeit an deiner Diplomarbeit schreibst. Kannst du mir als Laien beschreiben, womit du dich darin auseinandersetzt?
Ich versuche es. Ich beschäftige mich mit der Sprachentwicklung 20 Monate alter Kinder. Man muss nämlich wissen, dass wir im Kleinkindstadium Laute unterscheiden können, die sich später für uns gleich anhören. So sind wir als Babys zum Beispiel in der Lage, Kontraste zwischen verschiedenen Sprachen wahrzunehmen – eine Fähigkeit die wir verlieren, je mehr die eigene Muttersprache an Relevanz gewinnt. In kleinen Übungen frage ich diesbezüglich den Entwicklungsstand der Kinder ab.

Wie findest du nebenbei noch die Zeit für filmab!?
Ich bin sehr strukturiert und teile mir meine wenige Zeit so ein, dass ich alles unter einen Hut bringen kann. Die Zeit reicht aber mittlerweile nicht mehr um an anderen Projekten des JMMV teilzunehmen, darum bin auch ausschließlich noch in der filmab!-Redaktion.

Was schätzt du so an der Arbeit beim filmab!?
Ich bin ja sozusagen ein Überbleibsel der letzten Generation des filmab!-Teams. Ich habe hier ganz normal als Teilnehmer angefangen und übernehme jetzt schon seit längerer Zeit den Posten der Chefredakteurin. In dieser Zeit und während meines sonstigen Engagements für den JMMV habe ich Freunde fürs Leben kennengelernt. Außerdem hatte ich viele tolle Erlebnisse, zum Beispiel letztes Jahr als wir beim PeterLicht-Konzert waren und Axel Prahl ganz ausgelassen vor uns tanzte. Da merkt man, dass diese Leute auch ganz normale Menschen sind. Von Starallüren war da keine Spur.

Was sind deine diesjährigen Erwartungen als Chefredakteurin?
Es sind ja immer wieder neue Gesichter bei filmab! dabei. Vom letzten Jahr ist beispielsweise nur noch Anna als Redakteurin wieder hier. Mit den neuen Leuten wünsche ich mir vor allem ein gutes Verhältnis. In meiner Arbeit als Chefredakteurin redigiere ich die Texte der anderen und stoße dabei manchmal auf Unverständnis. Natürlich möchte ich den Redakteuren aber nur helfen, ihre Texte zu verbessern. Es ist mir wichtig, nur soviel zu verändern, dass der ursprüngliche Charakter, also der Stil des Autors, erhalten bleibt.

Mit deinem Studium schlägst du allerdings weniger eine journalistische Laufbahn ein. Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Das Studium würde mich sowohl zur Arbeit in einer Klinik als auch in der eigenen Praxis befähigen. Ich arbeite am liebsten mit Kindern. Durch das Studium in Potsdam wohne ich auch weit weg von meinen Eltern, ein Umstand, den ich in Zukunft gerne ändern würde. Das Familienleben hat mir immer sehr gut gefallen, sodass ich selbst nie den Wunsch verspürt habe, mich von meinen Eltern abzugrenzen. Ich würde auch selbst gerne eine Familie gründen, am liebsten hätte ich zwei oder drei Kinder, aber für den Anfang möchte ich erstmal wieder eine Katze.

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