Auf Leben und Tod [cinema of the world „Klopka – Die Falle“]

Würden sie für ihre Liebsten töten?
Würden Sie alle moralischen Werte beiseite werfen und einfach einen Unbekannten töten?
Egal, welche Konsequenzen es hat?

„Klopka – Die Falle“, ein Psychodrama von Srdan Golubović, erzählt die Geschichte einer serbischen, kleinen Familie, die versuchen muss, das Geld für die lebensnotwendige Herz-OP des Sohnes zusammenzusammeln. Eine Zeitungsanzeige der Eltern, in der um Spenden gebeten wird, hat nicht den erhofften Erfolg. Dann ruft ein Unbekannter an und bietet dem Architekten Mladen (NebojÅ¡a Glogovać) die gewünschten 26.000 Euro, die für die Operation benötigt werden. Wenn er einen ihm unbekannten Geschäftsmann tötet…

Nur ein Schuss, nur eine Fingerbewegung
Einen Unbekannten töten.
Um seinen Sohn zu retten.
Der Kampf mit sich selbst beginnt. Die moralischen Grundwerte vergessen, um seinem eigen Fleisch und Blut vor einem grausamen Schicksal zu bewahren.
Ein Leben für das andere.
Nur ein Schuss, nur eine Fingerbewegung – der Mann wäre tot.
Und sein Sohn gerettet.

Die Kameraführung durch Aleksander Ilić ist einfach, aber doch sehr effektiv, indem er die wichtigsten Besonderheiten sehr simpel hervorhebt. Alleine durch eine einfache Szenenwiederholung wird es geschafft, dass sich der Zuschauer selbst in die Rolle des verlassenen, verletzten Vaters hinein versetzt fühlt. Die klangliche Begleitung des FIPRESCI-Preisträgers ist nicht überragend, wie ich erhofft hatte, aber Mario Schneider hat versucht, den Film durch komplexe Musik noch sehenswerter zu machen als er sowie schon ist.

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