Verloren zwischen Traum und Realität [SF Tausend Ozeane]

Ein Urlaub auf den Malidiven. Klares Wasser, paradisischer Sonnenschein, Strandsand so weiß wie Schnee. Man ist weit weg von all den Sorgen, die einem im Alltag verfolgen. Sorgen, die besonders groß sind, wenn man Michael Willer (Max Riemelt)  heißt, Hauptfigur des Films „Tausend Ozeane“. Sein Vater (Thierry van Werveke) erwartet von ihm, Nachfolger in der Firmenleitung zu werden. Dass dies nicht Michaels Wunschvorstellung entspricht, erkennt man ab dem ersten Moment. Eigentlich wollte er seit seiner Kindheit Tierarzt werden. Als plötzlich sein bester Freund Björn (Maximilian Simonischek) mit Tickets für die Malediven vor ihm steht, lässt er sich überzeugen, für zwei Wochen all den Verpflichtungen den Rücken zuzukehren. Nach seiner Rückkehr ist seine gesamte Familie wesensverändert. Es scheint, als wenn sein Bruder und seine Eltern einen Verlust betrauern. Zunehmend vermischen sich Traum und Realität; der Zuschauer bemerkt schnell, dass Michael und seine Familie vor einer schwerwiegenden Entscheidung stehen, die weit über die Qual der Berufswahl hinausgeht.

Es passiert im deutschen Kino leider selten, dass ein Film derart überraschen kann. So gewöhnlich der Start, so ergreifend und beklemmend entwickelt er sich im weiteren Verlauf. Besonders die schauspielerische Leistung des vor kurzem verstorbenen Thierry van Werveke sorgt dafür, dass sich dem Zuschauer alles zusammenzieht.

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