Dienstagabend.

Gegen halbsieben. Ein anstrengender Redaktionstag liegt hinter uns, doch die journalistische Sensationslust scheint ungebändigt: Das Festivalprogramm gibt Auskunft über die Eröffnungsveranstaltung um sieben. Jetzt aber schnell… Die Stimmung ist gut. Der Eröffnungs-Kurzfilm Spielzeugland, ein Film über den Antisemitismus im 3.Reich, ist gerade zu Ende. Nun spielt eine hervorragende Jazzband, Reggie Moore, Jocelyn B. Smith & Friends mit einer echten Powerfrau eines ihrer Lieder. Die Leute stehen auf und klatschen. Als die Jury vorgestellt wird, findet sich ein buntes Gewimmel von strahlenden Gesichtern auf der Bühne wieder. Danach folgen eine Menge Reden, beispielsweise von County Commissioner Jenifer Roberts, die auf weitere Zusammenarbeit mit dem Mecklenburg hier hofft, sowohl in der Filmindustrie, als auch im Umweltschutz. Dann folgt endlich der Moment, auf den alle gewartet haben: Die Verleihung des Film- und Medienpreises der Landeshauptstadt Schwerin aaan – Trommelwirbel – Andreas Dresen! Er freut sich wirklich, dass er mal wieder in Schwerin ist, seiner Heimatstadt. Und in dem Kino, in dem wir alle saßen, schaute er seinen ersten Film. Nach diesem anderthalbstündigem Sitzvergnügen treibt uns ein bis dahin ungekanntes Verlangen nach Kesselgulasch und Bier in den Festivalclub Mambuu. Dort und definitiv satt gegessen genießen wir bis gegen elf, den Club auch einmal ohne Gäste in Augenschein nehmen zu können. Etwa eine halbe Stunde später, also genauso genommen knapp zwei Stunden nach Redaktionsschluss, scheint die bis dahin entspannte Lage von den eintreffenden Gästen zu einer tanzbaren Veranstaltung umgemodelt zu sein. Wir machen uns dann mal auf den Rückweg und wünschen den dort Gebliebenen einen guten Restabend.

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