Bros before Hoes – John Humber und Chad J. Shonk von Dakota Skye im Interview

Es ist Montagabend und ein paar Filmemacher sitzen noch gemütlich in einer Schweriner Gaststätte beisammen. Die ideale Gelegenheit, um John Humber und Chad J. Shonk, ihrerseits Regisseur bzw. Autor von „Dakota Skye“ ein paar kleine Fragen zu stellen. Zum Beispiel, was sie von Dakotas Fähigkeit halten, zu erkennen wann jemand lügt…

John Humber [J]: Es ist definitiv ein Fluch.

Chad J. Shonk [C]: Ich würde das auch nicht gerne können. Menschen sind nicht gerade nett zueinander und verstellen sich nur.

Da hat man den positiven Effekt zu wissen, wer ehrlich ist, wem man vertrauen kann. Andererseits bleiben nur wenige übrig und man droht sich zu isolieren. Welcher Aspekt beeinflusst Dakota mehr?

J: Sie distanziert sich von allen Leuten, für sie ist jeder ein Lügner. Sogar sie selbst!

C: Allerdings weiß sie durch die Menge an Lügen, harmlose zu vernachlässigen. Und sie ist selbst nicht besser. Trotzdem hat sie eine schlechte Sicht auf die Menschheit.

Aber verliert man nicht auch ein Stück weit seine Sensibilität, was Emotionen angeht, wenn man anfängt, Lügen zu akzeptieren und abzuwerten?

J: Sicherlich. Am Anfang des Films ist sie auch total apathisch, hat sich und alle anderen aufgegeben. Für sie ist etwas entweder wahr oder gelogen – nicht mehr, nicht weniger.

Aber als sie einen neuen Jungen kennen lernt, verändert sich etwas. Er ist Schauspieler und sie kann bei ihm keine Lügen erkennen – entweder lügt er wirklich nicht oder überspielt das nur gut. Wie ist diese neue Erfahrung für Dakota?

J: Jemand anderem vertrauen können ist natürlich ein ganz neuer Fakt für sie. Es ist aber auch ein bisschen erschreckend. Das ist ihr ja auf einmal ganz neu. Außerdem wird sie dadurch, dass sie ihm vertraut, auch verletzlich.

Ok. Dann ganz kurz: Was ist die Botschaft des Films in einem Satz?

J: Oh…Übernimm Verantwortung für dein Leben, sei aktiv und mach was damit.
C: Für mich ist es eher: Stiehl deinem besten Freund nicht die Freundin!

Mit einem herzhaften Lachen leert Chad sein Glas und ich gönne unseren amerikanischen Freunden den Rest ihres hart verdienten Abends.

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