300 Menschenleben gegen eines [KF Sommersonntag]

Traurig. Fast zum Weinen zu Mute. Nachdenklich. Schockiert. Das sind die Gefühle, die wohl die meisten Zuschauer haben, wenn sie den Film gesehen haben. Es ist ein Drama über den Brückenmeiser Hansen (Axel Prahl) und die schwerste Entscheidung seines Lebens.

Hansen muss an einem wunderschönen Sommersonntag zur Arbeit. Da seine Exfreundin den gemeinsamen Sohn Micha (Janos Giuranna) nicht wie vereinbart abgeholt hat, muss er ihn mitnehmen.

Es ist ein ganz besonderer Tag für Micha, denn heute endlich erlaubt sein Vater ihm, einmal ganz alleine die Knöpfe zu drücken, die die Brücke heben und senken können. Er ist so dankbar, dass er seinem Vater ein Bild malen will und sich dafür auf einen Vorsprung unter die Brücke setzt.

Ein Stromausfall. Die Hebebrücke ist noch oben, weil gerade ein großes Schiff durchgefahren ist. Doch nun rast ein Zug auf die Brücke zu – 300 Passagiere fahren in den Tod, wenn Hansen nicht sofort die Notsenkung auslöst. Hysterisch klopft der verzweifelte Vater an die Scheiben, ruft nach seinem Sohn, der noch unter der Brücke spielt. Doch Micha ist gehörlos.

Hansen muss eine Entscheidung treffen.

Axel Prahl schafft es, die Schmerzen für die Zuschauer fühlbar zu machen. Wie hätte man sich selbst in einer solchen Situation entschieden? Wie kann man die Entscheidung rechtfertigen? Die traurig schönen Klavierklänge sind der Rahmen für das wirklich unter die Haut gehende Drama.

Ein Kommentar

  1. Ein ergreifender Film, der jeden Vater berührt.
    Das eigene Kind bewußt töten!
    Nie will man in diese Situation kommen.
    Ein guter Film und ein glaubhafter Schauspieler

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