Nach der Boxnacht Ring frei für die Trickbox

Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr in Schwerin auch einen Preis für den besten Nachwuchsschauspieler. Talent muss ja schließlich unterstützt werden. Zwar steht Mecklenburg-Vorpommern, was das angeht, oft hinten an, aber zumindest in Schwerin scheint die Botschaft klar zu sein: Der Nachwuchs und somit die Zukunft des Filmes muss gefördert werden! Das kann und muss vielleicht auch schon ganz früh beginnen. Deswegen leitet Regina Voss auch dieses Jahr wieder mit Hilfe von Ute Wagner die Trickfilmwerkstatt. Sie tut das nicht nur, um den Kindern Spaß zu bereiten, sondern auch damit „die Kinder spielend lernen und verstehen, wie ein Film funktioniert“.

Die totale Tortenschlacht

Die Kinder sollen in einem Projekt von Mittwoch bis Freitag selber einen Trickfilm produzieren, welcher dann am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr in der Wurmpassage aufgeführt wird. Da die Aufmerksamkeit der Schweriner Filmwelt dieses Jahr auf Österreich liegt, wird natürlich auch dieser Film ein wenig in die Thematik des Alpenländchens eintauchen. Genauer gesagt spielt das Ganze in einem Wiener Caféhaus, in dem sich zwei Kaffeetassen nicht einigen können, welcher Kaffee besser ist. Es geht hin und her und endet, wie sollte es anders sein bei so jungen Drehbuchautoren, in der totalen Tortenschlacht.

Acht Bilder pro Sekunde

Am Mittwoch wurde zunächst geklärt, was überhaupt einen Trickfilm ausmacht und wie er funktioniert. Aber eigentlich wird innerhalb der nächsten drei Tage auch kein richtiger Trickfilm entstehen, sondern ein sogenannter Legetrickfilm. Das heißt, dass die Bilder nicht in arbeitsaufwendigen Einzelschritten gezeichnet werden müssen, sondern dass die einzelnen Bilder mit ausgeschnittenen Formen gelegt und fotografiert werden, sodass man nur die Formen umlegen muss, um Fotografie für Fotografie zu einer bewegten Szene aneinanderzureihen. Acht Bilder pro Sekunde sollen den Trickfilm zu einem zwei Minutenen lange Meisterwerk werden lassen – es gibt also noch viel zu tun für das zehnköpfige Kinderteam; Figuren müssen gebastelt und Hintergründe aus alten Zeitschriften herausgeschnitten werden. Aber das Ergebnis muss ja auch gut werden. Am Sonntagmorgen wird es dann soweit sein und man kann den Trickfilm bestaunen. Ein weiterer Grund, einen Abstecher in die Wurmpassage zu machen: Es werden auch die Trickfilme der letzten Jahre gezeigt. Nach der Boxnacht heißt es im Wurm also wieder „Ring frei!“ für den Nachschlag unserer jungen Künstler.

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