Ganz entspannt am Pfaffenteich erzählt mir Marco Herzog über seinen Beitrag zur Gesellschaft

Marco, unser Prinz Eisenherz, sitzt liegend in unserem Redaktionsraum auf dem mit Edding beschmierten Sofa und studiert den bunten Katalog des filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern. Eigentlich sollte er sich mit Mechanik oder Wärmelehre beschäftigen, denn sein Abitur will in den kommenden Wochen noch fertig geschrieben werden. Nach dem Reifezeugnis will er noch nicht gleich in die große Welt, schließlich will er seinen Beitrag für die Gesellschaft leisten („Die Tätigkeiten beim Bund bringen doch keinem was.“), seinen Zivildienst in der Greifswalder Hautklinik.

Aus dem weiten Hagen kommt Marco mit seiner Canon 350D und knipst definitiv nicht nur drauf los. Sein Account bei fotocommunity.com ist heiß diskutiert und seine Fotos glänzen vor Vielfältigkeit, schwarz-weiß, farbig, Nahaufnahmen oder 180Grad-Fotos.

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Hier auf dem Filmseminar freut er sich auf schöne Filme (wer hätte es gedacht?) und gutes Essen. Na immerhin. Das hektische Redaktionsleben kennt er schon aus dem vergangenen Jahr, da hat er sich schon wacker geschlagen (daher auch sein Adelstitel).

Sein StudiVZ-Profil, in dem er sich Wenzel Strapinski nennt, verrät sein Wunsch in Potsdam zu studieren – Kamera oder Regie oder doch Fotografie!? In jedem Fall will er nicht bei typischen Fernsehproduktionen mitwirken, sondern anspruchsvolle Dokumentar- oder Spielfilme drehen. Marco scheint, als hätte er schon sehr genaue Vorstellungen von Filmen und Fotos, schreibt anderen Fotografen deutliche, aber konstruktive Kritik. Das beeindruckt!

Mir fällt auf, dass ich Marco gar nicht nach seinen Lieblingsfilmen gefragt habe. Das liegt wohl daran, dass wir ohne Aufwärmfragen gleich ein Gespräch über Gott (dem Jugendgottesdienst in Greifswald) und die (Aachener) Welt begonnen haben. Sehr entspannt.

Auch wenn unsere herzogliche Exzellenz seine eigene Schrift manchmal nicht lesen kann, sind wir gespannt auf seine ersten Zeilen. Marco, hier auf der filmab! freuen wir uns besonders auf deine kritische und sarkastische Ader. Lass sie alle bluten!

Und hier noch eine Drohung an Schwerin: Wehe, du bescherst uns schlechtes Wetter – dann vergeht Marco und mir die gute Laune!