Es geht zu Ende! (Klaus Maria Brandauer bekommt den Goldenen Ochsen)

Das Filmkunstfest neigt sich allmählich dem Ende. Die meisten Filme sind gezeigt, doch das große Finale fehlt noch. Klaus Maria Brandauer wird heute Abend auf der Abschlussveranstaltung den Goldenen Ochsen im Capitol entgegennehmen. Das filmkunstfest Schwerin ehrt so den international erfolgreichen Schauspieler und Regisseur für sein Lebenswerk. Und wer hätte auch besser gepasst, gibt es doch dieses Jahr auch die Österreichische Länderreihe. Anlässlich Klaus Maria Brandauers Besuch wurden verschiedene Filme von und mit ihm Capitol gezeigt. „Mephisto“, „Mario und der Zauberer“, „Das Spinnennetz“ und „Jenseits von Afrika“ sind bereits gelaufen, am Sonntag folgt dann noch ein Werkstattgespräch um 19.00 Uhr im Capitol, bei dem man Klaus Maria Brandauer live erleben und ihm Fragen stellen kann, die einem schon immer unter den Nägeln brannten. Danach wird sein Film „Georg Elser – Einer aus Deutschland“ gezeigt. Es geht um den fast vergessenen Hitlerattentäter, der den Führer im November 1939 in München töten wollte. Der Anschlag schlug fehl.

Einer aus Österreich

Karl Maria Brandauer wurde 1943 in Bad Aussee in Österreich geboren und studierte ab 1962 an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Nach zwei Semestern brach er die klassische Theaterausbildung jedoch ab, es folgten viele Auftritte auf verschiedenen Bühnen. Seit 1972 gehört Klaus Maria Brandauer zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Mit der Rolle des Baron Bror Blixen in „Jensits von Afrika“ wurde er dann international erfolgreich.

Ein besonderes und bekanntes Projekt Brandauers war die Inszenierung der „Dreigroschenoper“ im Admiralspalat in Berlin, in der unter anderem auch Campino von den Toten Hosen mitspielte. Mit über 70 000 Zuschauern gehörte diese Inszenierungen zu einer der erfolgreichsten der Theatergeschichte, auch wenn sie viele Kritiker nicht überzeugte.

Leider wird Klaus Maria Brandauer nicht lange in Schwerin verweilen und so wird das Gespräch im Capitol neben der Preisverleihung wohl die einzige Veranstaltung sein, bei der man ihn live erleben kann.

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