Kranker Shit mit Kultpotentzial (SF Immer nie am Meer)

Für die einen ist es Kult, für die anderen kranker Scheiß. So in etwa werden die Meinungen über diesen Film auseinander gehen. Die Macher selbst beschreiben das Werk als „Drama, Komödie oder genauer Psychogroteske”.

Allein die Grundsituation ist schon gewagt und mehr als unkonventionell. Weiterlesen »

Leise Rache (SF Revanche)

Revanche – da denkt man an Mordlust, an Blutgier, an den unablässlichen Wunsch, den anderen leiden zu sehen. Wer auf viel Action, schnelle Schnitte und waghalsige Stunts hofft, der sollte das Kino gleich wieder verlassen – oder gemeinsam mit Regisseur Götz Spielmann einen Blick in die menschliche Seele riskieren. Statt einer wilden Schießerei mit einem Kugelhagel fällt in dem Drama nur ein Schuss – und dieser ist tödlich. Weiterlesen »

Anarchische Momente auf Leinwand (Art from Austria from the 1960s to the Millennium – Ausstellungseröffnung)

Ein Mann sitzt auf der Couch und guckt fern. Doch das Programm bietet nicht viel Abwechslung. Wir sehen dort einen weiteren Mann, der auf seiner Couch sitzend fernsieht. Und auch auf dessen Fernsehbildschirm erscheint das gleiche Bild. Diese kleine Spielerei, die einem die Unendlichkeit einer Bild-im-Bild-Konstruktion vorführt, kennt wohl jeder aus dem ein oder anderem Film. „The Endless Sandwich“ von Peter Weibel gibt mit dieser kurzen Beobachtung einen Einstieg in sechs gesammelte Stunden österreichischen Videokunstmaterials Weiterlesen »

Aktion Bernhard (SF Die Fälscher)

Der Zweite Weltkrieg tobt und Juden werden in Konzentrationslagern zusammengepfercht, um den Nazis als Arbeitssklaven zu dienen. Dieses Schicksal sollte auch Salomon Sorowitsch (Karl Marcovics) ereilen, der eigentlich sein Geld mit dubiosen Geschäften macht: Er ist Fälscher. Und nicht nur irgendeiner, sondern der Beste. Jedoch hilft ihm dies nicht, den Fängen des Kriminalbeamten Friedrich Herzogs (Devid Striesow) zu entgehen, der eines Tages vor seiner Tür steht und ihn in das KZ Mauthausen verfrachtet, wo Weiterlesen »

Die Rettung als blutige Branche (SF Komm süßer Tod)

Wien. Die beiden Rettungsdienste ‘Kreuzretter’ und ‘Retterbund’ rivalisieren wie zwei Mafiabanden um ihre Patienten. Es geht aber nicht um Schutzgeld oder illegale Glücksspiele, sondern um die Rettung Hilfebedürftiger. Dabei wird auch nicht davor zurückgeschreckt, den Funk der anderen abzuhören oder auch mal auszusetzen mit den Wetten, in denen es darum geht, welcher Fahrer die meisten roten Ampeln überfährt. Weiterlesen »

"Drück ab, Feigling!" (SF Bennys Video)

Es gibt Eltern, die kümmern sich um ihr Kind, sie schenken Liebe und Geborgenheit oder zeigen ihren Kindern die Welt. Dann gibt es aber auch Eltern, die versuchen, alles mit Geld aufzuwiegen – so wie die Eltern von Benny (Arno Frisch).

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Schicksalsklänge (SF Falco – Verdammt wir leben noch!)

Speil Genialität nah am Wahnsinn

Was macht Musik hörenswert? Ist es nicht die wahre Emotion, die uns bewegt, die uns fasziniert und uns zu Fans macht? Gerade Menschen mit tragischen Schicksalen neigen zur Verarbeitung ihrer düsteren Gefühle mit Hilfe von Musik. Schreckliche Vorfälle während der eigenen Kindheit lassen uns mitempfinden. Jedoch ist auch hierbei die Genialität nah beim Wahnsinn. Ob Johnny Cash, Jimi Hendrix oder Jim Morrison: Schon häufig verzweifelten die einflussreichsten Musiker an der Bewältigung ihrer Probleme und suchten Zuflucht in den angeblich friedlichen Welten von bewusstseinserweiternden Stoffen. Unbewusst verschwanden sie jedoch mit jeder Pille oder Spritze noch tiefer im Strudel von Selbstverzweifelung, Depression und dem Todeswunsch.

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Nackte alte Frauen und ungekämmte bewaffnete Männer (SF Hundstage)

Ulrich Seidls Film ‘Hundstage’ über das „normale“ Leben einiger ausgewählter Einzelpersonen und Gruppen wird im Rahmen der Länderreihe Österreich beim diesjährigen filmkunstfest MV gezeigt.

Die leicht verrückte Anhalterin Anna, von Maria Hofstätter brilliant penetrant gespielt, Klaudia (Franziska Weisz) und Mario (René Wanko), die eine Beziehung zwischen gegenseitigen Beschuldigungen und Versöhnungssex im Auto führen, der Alarmanlagenvertreter Hruby (Alfred Mrva), dem im Verlauf des Films eine wichtige Rolle zukommt und andere bisweilen heftig überzogene Charakterstudien haben eines gemeinsam:

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