„Beide Seiten sind zu viel Macho“: Eine Podiumsdiskussion über die Rolle der Medien im Israel-Palästina-Konflikt.
Es ist dunkel im Kinosaal. Der Abspann von „Aserot – Eingeschlossen“ läuft noch, während jemand die Saaltür aufreißt. Schimmernde Gestalten sorgen für Unruhe vor der Leinwand. Aus Höflichkeit trauen sich nicht so viele gleich raus. Und bleiben auf ihren Plätzen sitzen. Weiterlesen »
Auf der einen Seite Ramadan, zur anderen Sabbatprozession. Dazwischen: Absurdität auf engstem Raum. Der ganz „normale“ Wahnsinn des Alltags.
Sie wohnen in diesem Haus inmitten der engen Straßen von Hebron. Die Stadt ist geteilt. Zur einen Seite Palästina, zu der anderen Israel. Im Treppenflur postieren israelische Soldaten. Auf dem Dach stauen sich Sandsäcke, leere Munitionshülsen und gezogene Granatensplints. Vor der Eingangstür ein Wachposten. Roadblocks blockieren die Straße. Weiterlesen »
Ein Hauch von Shakespeare in Israel: Zwei Familien bekämpfen sich bis aufs Blut.

Ajami ist sowas wie der arabische Teil von Tel Aviv-Jaffa und zählt nicht unbedingt zu den touristenfreundlichen Gegenden der Stadt. Omars Familie ist tief verfeindet mit einem anderen Clan aus dem Viertel – wenn er nicht innerhalb der nächsten drei Wochen eine utopische Geldsumme auftreibt, wird keiner seiner Liebsten den nächsten Tag erleben. Weiterlesen »
Manchmal muss man sich im Leben treiben lassen – so wie die Quallen im Meer.

Ein kleines Mädchen taucht urplötzlich am Strand von Tel Aviv auf. Was sie hat: nasse Haare, eine Badehose und einen Schwimmreifen. Was sie nicht hat: einen Namen und die Fähigkeit zu sprechen. Weiterlesen »
„Lebe wie ein guter Mensch und sei kein Schuft. Das ist meine Religion.“
Die Räume des Schleswig-Holstein-Hauses sind Dienstagabend proppenvoll. Überall warten Besucher darauf, die neue Ausstellung der Fotografin Manuela Koska-Jäger bestaunen zu können. Etwas versteckt dazwischen steht auch der Mann, um den es hier geht: Rabbiner William Wolff. Weiterlesen »
„Der Mensch ist aus Stahl, der Panzer nur aus Eisen.“ – Durch ein Zielfernrohr zeigt sich der reale Krieg in all seiner Härte.

Nichts für pathologische Klaustrophobiker: In „Lebanon“ steckt Samuel Maoz den Zuschauer auf engsten Raum unter die vierköpfige Besatzung eines israelischen Panzers. Codename “Nashorn”. Den einzigen Orientierungsblick nach draußen bietet das zitternde Zielfernrohr, bedient durch den verängstigten Schützen Shmulik (Yoav Donat). Und die Bilder dort draußen sind nichts für schwache Gemüter. Weiterlesen »
Der Erfolg eines Films hängt unter anderen von der fundierten Ausbildung des Regisseurs ab. „Filmemacher sollten bedenken, dass man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird.“, sagte einst Charlie Chaplin.
Die „Sam Spiegel Film & Television School“ wurde aus einer Initiative der Jerusalem Foundation mit dem Ministerium für Erziehung und Kultur im Jahre 1989 gegründet. Eine Studentenbewegung von 1988 forderte eine unabhängige Schule, die von engagierten Filmemachern geleitet wird. Sie ist weit weg von der israelischen Filmindustrie der Region Tel Aviv. Ihre stetigen Bemühungen sind der akademische Grad und die internationale Anerkennung. Weiterlesen »
Wenn das Pulikum noch lernt, in ausreichendem Maße zu applaudieren, bewegt sich unser Land. Egal, ob laut oder leise.
Ein Knistern liegt in der Luft und die Finger der Fotografen ruhen auf den Auslösern – bereit, im richtigen Moment abzudrücken. Während das Licht erlischt und der altbekannte filmkunstfest-Jingle durch den Saal tönt, drängeln sich die letzten Besucher der diesjährigen Eröffnungsveranstaltung durch die Reihen. Zwei junge Musiker aus Berlin betreten die Bühne und werden als “Ofrin” vorgestellt. Diese israelisch-deutsche Band begleitet das Programm und macht es zu dem, was es ist: ein Konzert, ergänzt von feierlichen Dankesreden. Mit experimentellen Rhythmen und grandiosem Gesang stimmen sie das Publikum auf den Abend und das gesamte Festival ein. Weiterlesen »
Ein spontaner Flirt im Freibad – wenn da nur nicht der Bruder mit der Hitler-Obsession wäre.
Es ist Sommer, ein herrlicher Tag zum Schwimmen. Shir (Sara Benjamin), ein pflichtbewusstes Mädchen, geht mit ihrem geistig behinderten Bruder Aaron (Aharon Rose) ins Freibad. Aaron liebt Geschichte. Besonderes die Geschichte um Hitler. Plötzlich entdeckt die schüchterne Shir einen Jungen, der ins Wasser springt – Yonatan. Weiterlesen »
Stefan Fichtner, künstlerischer Leiter des Festivals, erklärt im filmab!-Interview, warum Israel in diesem Jahr als Gastland vertreten ist.

Herr Fichtner, dieses Jahr ist Israel das Gastland des filmkunstfestes. Zu welchem Anlass wurde die Auswahl getroffen?
Es lag einfach in der Luft. Wir haben uns 2009 mit Amerika beschäftigt, im nächsten Jahr wird Russland das Gastland sein. Israel hat ja sowohl mit den USA als auch mit Russland ganz viel zu tun. Und schafft somit eine Brücke. Da aktuell im Nahen Osten sehr viel passiert, hat das unseren Fokus natürlich noch mal bestärkt. Weiterlesen »