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	<title>filmab! - unabhängige Begleitzeitschrift und Blog zum filmkunstfest MV &#187; FelixW</title>
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		<title>Mit Erk&#228;ltung in die Ewigkeit (KF Die Seilbahn)</title>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 18:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FelixW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das 18. Filmkunstfest 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzfilme08]]></category>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr dasselbe: Kaum kommt es in Deutschland zum Jahreszeitenwechsel, h&#246;rt man es &#252;berall niesen, schniefen, husten und schnauben. Die Ansteckungsgefahr ist hoch, also gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Sollte es dann doch mal zu einer Infektion kommen, bleibt man erstmal f&#252;r einige Tage ans Bett gefesselt, in der Hoffnung, sich schnell zu kurieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr dasselbe: Kaum kommt es in Deutschland zum Jahreszeitenwechsel, h&#246;rt man es &#252;berall niesen, schniefen, husten und schnauben. Die Ansteckungsgefahr ist hoch, also gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Sollte es dann doch mal zu einer Infektion kommen, bleibt man erstmal f&#252;r einige Tage ans Bett gefesselt, in der Hoffnung, sich schnell zu kurieren. Das ist zwar sehr &#228;rgerlich, doch ein wenig Ruhe f&#252;r Geist und K&#246;rper nimmt sich der moderne Mensch nur zu selten. Das die verschleppte Erk&#228;ltung jedoch das Ende der eigenen Existenz bedeuten k&#246;nnte, dar&#252;ber hat sich wahrscheinlich noch nie jemand Gedanken gemacht. <span id="more-294"></span>Doch genau um diese interessante &#220;berlegung handelt der Schweizer Film &#8220;Die Seilbahn&#8221;.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/05/seilbahn.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-367" title="seilbahn" src="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/05/seilbahn.jpg" alt="" width="480" height="289" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Fahrt in die Berge</p>
<p>Versetzen wir uns in die wundersch&#246;nen Landschaften der bergigen Schweiz. Fahrradfahren erscheint tierisch anstrengend &#8211; die Berge sind einfach zu steil. Da bietet sich die Nutzung des Automobils an, doch ein Blick nach rechts gen&#252;gt, um festzustellen, wie viele &#220;berschl&#228;ge talw&#228;rts wohl n&#246;tig sind bis das eigene Fahrzeug still steht. Eine sch&#246;ne Vorstellung? Wohl kaum. Als das best geeignete Fortbewegungsmittel erweist sich die Seilbahn. Der H&#246;henunterschied wird &#228;u&#223;erst schnell &#252;berwunden, in der Nebensaison ist die Fahrt kosteng&#252;nstig und nicht zuletzt reist man auch noch sicher, allerdings nur unter der Bedingung der guten Wartung.</p>
<p style="text-align: center;">Allzweck-Klebeband</p>
<p>Diese allt&#228;gliche Pflege vollbringt sich jedoch nicht von selbst. Auch die Gondel, die vom sympathisch anmutenden &#228;lteren Herrn bestiegen wird, hat anscheinend schon bessere und vor allem stabilere Tage gesehen. Sie erweckt kein Vertrauen, besonders wenn bei jedem Niesanfall des gutm&#252;tigen Herrn die Gondel einen Teil weiter in ihre Bestandteile zerlegt wird. Den Mann st&#246;rt das in seiner Gelassenheit anscheinend wenig. Ob die Halterung seines Gep&#228;ckst&#252;ckes abbricht oder das Gewitter ein Loch in die Decke rei&#223;t: der Monsieur z&#252;ckt sein Klebeband, repariert die kaputte Stelle behelfsm&#228;&#223;ig und verharmlost die Situation mit einem l&#228;ssigen „Et voilà“. Dem Zuschauer wird nach einiger Zeit jedoch etwas mulmig zu Mute. Irgendwann muss die Seilbahn doch in die Bergstation einfahren. Irgendwann muss die gef&#228;hrliche Situation doch beendet sein. Aber die Fahrt geht scheinbar endlos weiter.</p>
<p style="text-align: center;">Zwischen Lachen und Zusammenzucken</p>
<p>Den Schweizer Regisseuren Claudius Gentinetta und Frank Braun gelingt mit dem Kurzfilm „Die Seilbahn“ der ideale Spagat zwischen Witz und Spannung. Nach dem Schauen wird sich im Kino bestimmt eine knisternde Ruhe einstellen. Hiermit ist bewiesen, dass auch ein Kurzfilm mit einer relativ simplen Handlung sehr viel Raum f&#252;r Interpretationen &#252;brig h&#228;lt. Wohin f&#252;hrt eine Seilbahn, wenn sie nicht einmal bei den Wolken endet? Auf welcher Reise befindet sich wohl der gutm&#252;tige Herr? Die interessante Optik des Filmes stellt eine weitere Bereicherung dar. Lustige Animationen stechen dem Zuschauer ins Auge und besonders der nette Herr ist gelungen designt.</p>
<p>Zusammen mit der stimmigen Musik erzeugt der Film eine anregende Gef&#252;hlslage: der Zuschauer wei&#223; nie, ob er lachen oder zusammenzucken sollte. Genau aus diesem Grund ist „Die Seilbahn“ ein sehenswerter Film. Der Gef&#252;hlscocktail h&#228;lt sich bis zum Schluss und auch dar&#252;ber hinaus denkt man &#252;ber die Situation des freundlichen Herrn nach. Was macht er wohl jetzt, so weit oben gen Himmel?</p>
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		<title>Schicksalskl&#228;nge (SF Falco &#8211; Verdammt wir leben noch!)</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 10:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FelixW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das 18. Filmkunstfest 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Spielfilme08]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Länderreihe]]></category>
		<category><![CDATA[Spielfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Speil Genialit&#228;t nah am Wahnsinn

Was macht Musik h&#246;renswert? Ist es nicht die wahre Emotion, die uns bewegt, die uns fasziniert und uns zu Fans macht? Gerade Menschen mit tragischen Schicksalen neigen zur Verarbeitung ihrer d&#252;steren Gef&#252;hle mit Hilfe von Musik. Schreckliche Vorf&#228;lle w&#228;hrend der eigenen Kindheit lassen uns mitempfinden. Jedoch ist auch hierbei die Genialit&#228;t [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Speil Genialit&#228;t nah am Wahnsinn</p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal">Was macht Musik h&#246;renswert? Ist es nicht die wahre Emotion, die uns bewegt, die uns fasziniert und uns zu Fans macht? Gerade Menschen mit tragischen Schicksalen neigen zur Verarbeitung ihrer d&#252;steren Gef&#252;hle mit Hilfe von Musik. Schreckliche Vorf&#228;lle w&#228;hrend der eigenen Kindheit lassen uns mitempfinden. Jedoch ist auch hierbei die Genialit&#228;t nah beim Wahnsinn. Ob Johnny Cash, Jimi Hendrix oder Jim Morrison: Schon h&#228;ufig verzweifelten die einflussreichsten Musiker an der Bew&#228;ltigung ihrer Probleme und suchten Zuflucht in den angeblich friedlichen Welten von bewusstseinserweiternden Stoffen. Unbewusst verschwanden sie jedoch mit jeder Pille oder Spritze noch tiefer im Strudel von Selbstverzweifelung, Depression und dem Todeswunsch.</p>
<p><span id="more-270"></span></p>
<p class="MsoNormal">Auch der diesj&#228;hrige Er&#246;ffnugsfilm &#8216;Falco – Verdammt wir leben noch!&#8217; besch&#228;ftigt sich mit einer solchen Legende der Musikgeschichte. W&#228;hrend man hier in Deutschland noch auf den Film warten musste, kam er zum zehnten Todestag des Popstars am 6. Februar<span> </span>2008 in die &#246;sterreichischen Kinos und wurde zu einem<span> </span>Publikumsmagneten.</p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/falco_200907_141.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-256" title="falco_200907_141" src="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/falco_200907_141.jpg" alt="" width="480" height="319" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center">Junges Genie</p>
<p class="MsoNormal">Das Leben des &#246;sterreichischen Popstars Johann H&#246;lzel alias Falco war sehr bewegt und erschien dem Regisseur Thomas Roth als die richtige Vorlage f&#252;r seinen Film. Die enorme Musikalit&#228;t Falcos wurde schon sehr fr&#252;h festgestellt, gerade konnte er gehen, kannte er bereits die meisten Schlager aus dem Radio auswendig. Mit vier Jahren lernte er das Klavierspiel und mit f&#252;nf wurde sein absolutes Geh&#246;r best&#228;tigt und somit fiel ihm das Erlernen der E-Gitarre und des E-Basses auch nicht sonderlich schwer. Nachdem er seine Lehre zum B&#252;rokaufmann abbrach und den &#246;sterreichischen Wehrdienst ableistete, setzte er sich ein bedeutendes Ziel in den Kopf: er wollte unbedingt ein richtiger Musiker werden. Die theoretischen Grundlagen daf&#252;r lernte er am Wiener Musikkonservatorium.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center">Durchstarter</p>
<p class="MsoNormal">Seine ersten Erfahrungen sammelte er als Jazz-Bassist in Berlin, der Erfolg stellte sich dann nach seiner R&#252;ckkehr nach Wien ein. Im Jahre 1981 erregte Falcos Talent das Interesse einer Wiener Plattenfirma. Die erste Single war ein Jahr sp&#228;ter im Kasten und wurde gleich ein voller Erfolg. &#8216;Der Kommisar&#8217; belebte europ&#228;ische Diskos und konnte sogar in den USA gl&#228;nzen. Der Einstieg in eine chancenreiche Karriere war gegl&#252;ckt. Doch genauso wie sein erstes Album die Verkaufszahlen sprengte, blieb das zweite deutlich unter den hohen Erwartungen. &#8216;Junge Roemer&#8217; wird zwar im Nachhinein als das st&#228;rkste Werk Falcos bezeichnet, stellte f&#252;r seine Karriere jedoch einen herben D&#228;mpfer dar.</p>
<p class="MsoNormal">Doch der Popstar lie&#223; sich nicht beirren: Der internationale Durchbruch war zum Greifen nahe. Es dauerte nur zwei weitere Jahre. Als 1986 sein Drittwerk &#8216;Falco 3&#8242; ver&#246;ffentlicht wurde, war er mit einem Mal Weltstar. &#8216;Rock Me Amadeus&#8217; wird bis heute in Diskotheken gespielt und war bis dato der einzige deutschsprachige Titel auf Platz 1 der US-Charts. Au&#223;erdem wird er wohl immer der Titel bleiben, der Falcos Unsterblichkeit garantiert. Denn von diesem Punkt an scheint sein Leben unter einem schlechten Stern zu stehen. In den folgenden Jahren scheitert Falco an der L&#246;sung seiner Probleme, die Verkaufszahlen sinken rapide und Eheprobleme bedr&#252;cken ihn.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center">Kampf um Anerkennung</p>
<p class="MsoNormal">Genau mit der Thematik des Scheiterns besch&#228;ftigt sich &#8216;Falco – Verdammt wir leben noch!&#8217;. Schon zu Beginn wird man mit der letzten Stunde im<span> </span>Leben des Falco konfrontiert. In der Dominikanischen Republik<span> </span>sitzt er bei dr&#252;ckender Hitze in seinem Auto und<span> </span>l&#228;sst sein rasantes Leben Revue passieren. Eine Reise in die Vergangenheit kann beginnen. Falcos Kampf um Anerkennung wird gelungen dargestellt. Als ihm dann schlie&#223;lich der Durchbruch gelingt, wird der Zuschauer in ein Leben voll Party, Drogen und Sex versetzt. Angereichert wird die Atmosph&#228;re des Filmes mit<span> </span>einigen bekannten Hits und Auftritten des K&#252;nstlers. Zus&#228;tzlich werden noch interessante Informationen zur Entstehung vieler seiner<span> </span>Songs gegeben.</p>
<p class="MsoNormal">Im Laufe der Zeit zieht Falcos ausschweifendes Leben jedoch lange Schatten. Drogen- und Alkoholexzesse<span> </span>bis hin zu Depressionen und handgreiflichen Streitigkeiten mit seiner<span> </span>Frau zeigen den abzusehenden Niedergang des bekannten &#246;sterreichischen<span> </span>K&#252;nstlers. Die Songs werden nur noch von Ghostwritern verfasst und<span> </span>allm&#228;hlich verschwindet er aus der &#214;ffentlichkeit. Als er zu allem<span> </span>&#220;bel nach Jahren erf&#228;hrt, dass seine geliebte Tochter ein Produkt einer Aff&#228;re seiner Frau ist, verl&#228;sst er &#214;sterreich endg&#252;ltig und zieht<span> </span>sich in die Dominikanische Republik zur&#252;ck.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center">&#8220;Auf einer Kreuzung, im Porsche. Zack. Aus.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal">Der Zuschauer wird wieder in die Anfangsszene zur&#252;ckversetzt. Der K&#252;nstler sitzt in<span> </span>seinem Auto, schaltet nachdenklich den Motor an und setzt seine Reise fort. In Gedanken vertieft erblickt er den herannahenden Bus nicht.</p>
<p class="MsoNormal">Bis heute sind die genauen Umst&#228;nde von Falcos Ableben nicht genau bekannt. In seinem Blut wurden gro&#223;en Mengen unterschiedlicher Drogen festgestellt. Merkw&#252;rdigerweise beschrieb der Popstar in einem Interview im Jahre 1982 genau diese Situation: &#8220;Wenn ich schon mal zu fr&#252;h sterben sollte, dann wie James Dean &#8211; auf einer Kreuzung, im Porsche. Zack. Aus.&#8221; Ob sich die polarisierende Pers&#246;nlichkeit das Leben nahm oder ob es wirklich ein tragischer Unfall war, dieses Geheimnis nahm Falco mit ins Grab. Der gro&#223;e Erfolg des Filmes in &#214;sterreich beweist jedoch, dass das Interesse an dem Popstar noch lange nicht gestorben ist.</p>
<p><span>Wer musikinteressiert ist, sollte sich diesen Film anschauen, denn besonders das Falco-Double</span><span> </span><span>trifft den echten Falco sehr gut. Der Film zeigt die Hintergr&#252;nde des</span><span> </span><span>Erfolges des &#246;sterreichischen Popstars vom Auf- und Abstieg und gew&#228;hrt einem einen</span><span> </span><span>interessanten Einblick in das Leben eines so bekannten Musikers.</span><!--EndFragment--></p>
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<p><a title="(Film Trailer) Falco - Verdammt wir leben noch (Film Trailer) - MyVideo" href="http://www.myvideo.de/watch/3226277/Film_Trailer_Falco_Verdammt_wir_leben_noch_Film_Trailer">(Film Trailer) Falco &#8211; Verdammt wir leben noch (Fi… &#8211; MyVideo</a></p>
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		<title>Eine L&#252;ge mit Folgen (KF Spielzeugland)</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 21:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FelixW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzfilme08]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Der sechseckige Judenstern: Was uns heute an das wahrscheinlich gr&#246;&#223;te Verbrechen der Menschheit erinnert, entfachte noch vor 70 Jahren tiefsten Abscheu und unbegr&#252;ndeten Hass in den Menschen. Was uns heute unfassbar erscheint, lie&#223; die Menschen noch vor 70 Jahren wegblicken oder die Augen verschlie&#223;en. Auch Frau Silverstein, die Mutter vom kleinen Heinrich geh&#246;rt anscheinend zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der sechseckige Judenstern: Was uns heute an das wahrscheinlich gr&#246;&#223;te Verbrechen der Menschheit erinnert, entfachte noch vor 70 Jahren tiefsten Abscheu und unbegr&#252;ndeten Hass in den Menschen. Was uns heute unfassbar erscheint, lie&#223; die Menschen noch vor 70 Jahren wegblicken oder die Augen verschlie&#223;en. Auch Frau Silverstein, die Mutter vom kleinen Heinrich geh&#246;rt anscheinend zu den Menschen, die einfach nur wegsehen.</p>
<p><span id="more-238"></span></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/spielzeugland.jpg"><img class="size-medium wp-image-257 aligncenter" title="spielzeugland" height="346" alt="" src="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/spielzeugland.jpg" width="479"/></a></p>
<p>Heinrich ist befreundet mit dem j&#252;dischen Nachbarsjungen und spielt regelm&#228;&#223;ig mit ihm zusammen Klavier. Eines Tages ereilt die Nachbarsfamilie die Nachricht, man werde sie deportieren. Heinrichs Mutter versucht in ihrer Hilflosigkeit dem kleinen Sohn beizubringen, sein Freund w&#252;rde ins sagenumwobene Spielzeugland fahren &#8211; einem mysteri&#246;sen Ort, der f&#252;r den kleinen Jungen tabu ist. Doch Heinrich k&#228;mpft um die Freundschaft. Er nimmt sich vor, die Familie auf ihrer Reise zu begleiten und rei&#223;t von zu Hause aus. Und der Zufall und das Schicksal erm&#246;glichen Heinrichs Mutter mit der Suche nach ihrem Sohn nicht nur ein Leben zu retten.</p>
<p>Der Regisseur Jochen Alexander Freydank schafft mit dem Kurzfilm &#8216;Spielzeugland&#8217; einen gelungenen Einblick in die Tragik des zweiten Weltkrieges. Das Unverm&#246;gen einer Mutter, die Naivit&#228;t eines Jungen und der Ruf nach Gerechtigkeit f&#252;hren zu einer chaotischen Aneinanderkettung von Zuf&#228;llen. Anhand eines einzigen, sehr pers&#246;nlichen Beispiels werden die furchtbare Verzweifelung und die daraus resultierende Hilflosigkeit der menschlichen Psyche in derartigen Extremsituationen verdeutlicht. Hervorhebenswert ist hierbei die Moral des Filmes: Jedes gesicherte Leben ist ein Erfolg, wenn die Rettung auch gef&#228;hrlich sein mag und es zu Zeiten unmenschlichster Politik auch noch so mickrig erscheint. Au&#223;erdem wird klar verdeutlicht, dass eine Freundschaft nicht von gesellschaftlichen Umst&#228;nden verbannt werden kann. Der Zuschauer wird erneut gemahnt, sich zu erinnern um ein derartiges Ereignis f&#252;r immer aus der Menschheitsgeschichte zu verbannen.</p>
<p>Untermalt wird die bedr&#252;ckende Stimmung des Filmes von den d&#252;ster gehaltenen Farben und der ideal gew&#228;hlten Musik. Trotz der einfachen Handlung gelingt dem Regisseur am Ende doch ein &#220;berraschungseffekt. &#8216;Spielzeugland&#8217; polarisiert und erregte nicht nur Aufsehen in Mecklenburg-Vorpommern: Auch im Saarland war das Kunstwerk f&#252;r den Kurzfilmpreis Saarbr&#252;cken 2008 nominiert. F&#252;r den Sieg reichte es leider nicht, aber wer wei&#223;, was der Wettbewerb in Schwerin bringt.</p>
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		<title>Chefsache</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 15:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>FelixW</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktion08]]></category>

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		<description><![CDATA[
Landeshauptstadt Schwerin, 27. April 2008. Das Wetter ist zauberhaft und endlich kommt die langersehnte Fr&#252;hlingsstimmung auf. In wenigen Tagen startet das 18. Filmkunstfest, auch dieses Jahr setzt sich eine elfk&#246;pfige Redaktion zusammen, um die hoffentlich sonnigen Tage mit der Begleitzeitschrift filmab! zu schm&#252;cken.
Mir gegen&#252;ber sitzt ebenfalls ein Sonnenschein, und zwar unsere Chefredakteurin Ina. Mit Leib [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><a href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/img_1853.jpg"></a>Landeshauptstadt Schwerin, 27. April 2008. Das Wetter ist zauberhaft und endlich kommt die langersehnte Fr&#252;hlingsstimmung auf. In wenigen Tagen startet das 18. Filmkunstfest, auch dieses Jahr setzt sich eine elfk&#246;pfige Redaktion zusammen, um die hoffentlich sonnigen Tage mit der Begleitzeitschrift filmab! zu schm&#252;cken.</p>
<p class="MsoNormal">Mir gegen&#252;ber sitzt ebenfalls ein Sonnenschein, und zwar unsere Chefredakteurin<span id="more-137"></span> Ina. Mit Leib und Seele hat sie sich auch dieses Jahr wieder vorgenommen, ein gelungenes Ergebnis abzuliefern und trotz der immensen Hektik nicht den Spa&#223; an der Arbeit zu verlieren.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="thickbox" href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/gallery/2008_redaktion/IMG_1853.jpg">
<a href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/gallery/2008_redaktion/IMG_1853.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic9" >
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</a>
<br />
</a></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Ina, du wurdest uns allen hier gleich als Chefredakteurin vorgestellt, wie bist du zu dieser Aufgabe gekommen?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Naja, ich sitze dieses Jahr nicht zum ersten Mal in der filmab!-Redaktion. 2004 war ich das erste Mal dabei, allerdings als Schreiberling. Ein Jahr sp&#228;ter habe ich ausgesetzt, weil ich wegen des Abiturs keine Zeit hatte. Und 2006 wurde ich dann von den anderen JMMV-lern gefragt, ob ich Mooki in der Chefredaktion helfen w&#252;rde, Artikel der anderen gegenzulesen und zu korrigieren. Letztes Jahr haben wir die Chefredaktion auch noch zusammen gemacht, erst dieses Mal erledige ich diesen Job alleine.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Sollte man schon bestimmte Erfahrung gesammelt haben um diese Aufgabe bew&#228;ltigen zu k&#246;nnen?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Ich wei&#223; es nicht. Ich kann blo&#223; sagen, welche Erfahrungen ich in diesem Bereich bisher gesammelt habe. W&#228;hrend meiner Schulzeit habe ich an einer Sch&#252;lerzeitung mitgearbeitet. Man sollte auf jeden Fall ein gutes Gesp&#252;r f&#252;r Sprache besitzen. Das ist bei mir irgendwie was Intutitives.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Hast du w&#228;hrend deiner Zeit als Sch&#252;lerzeitungsredakteurin dein Interesse an Medien, speziell Film und Zeitung, entdeckt?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Eigentlich fing alles an, als ich Katrin (dieses Jahr Layouterin der filmab!) in der Schule kennenlernte. Sie hatte schon Kontakte zum JMMV und organisierte ein Seminar, an dem ich auch teilnahm und das bereite mir sehr viel Spa&#223;. So kam ich zum JMMV und begann, die ersten Artikel zu schreiben und hab mein Interesse an Medien entdeckt.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Wirst du deine Ausbildung nach diesem Bereich ausrichten?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Ich studiere derzeit Patholinguistik in Potsdam. Ich besch&#228;ftige mich mit Sprach-, Stimm-, und Sprechst&#246;rungen<span> </span>und deren Ursache bzw. Behebung. Das Fach hat weniger mit Medien zu tun. Als Beruf w&#228;re mir die Hektik des Journalismus zu stressig, ich besch&#228;ftige mich eher hobbym&#228;&#223;ig mit Medien. Ich m&#246;chte es einfach nicht auf professioneller Ebene ausf&#252;hren.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>W&#252;rdest du dich generell als Kulturmensch bezeichnen? Interessiert du dich f&#252;r Kunst oder Musik?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Gibt es Menschen, die sich nicht f&#252;r Musik interessieren? Ich h&#246;re sehr gerne Musik, ebenso wie ich Theaterbesuche genie&#223;e. Ich lese viel und besuche auch ab und zu das Kino. Bei Museen ist es sehr themenabh&#228;ngig. Normalerweise gehe ich nicht so gerne zu Ausstellungen, doch falls mich das Thema interessiert, dann schon.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Inwiefern sammelst du Erfahrung w&#228;hrend deiner Aufgabe bei dem Seminar?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Ich sehe das filmab!-Seminar als Erfahrung f&#252;r sich. Man steht immer unter Druck, man muss Stress aushalten und sich an die Termine halten. Gleichzeitig bin ich aber auch derjenige, der die Leute motivieren muss, mitzuarbeiten. Im letzten Jahr waren die Artikel fast nie p&#252;nktlich fertig. Nach dem Besprechen der Artikel waren immer noch viel zu viele Fehler vorhanden. Das Gegenlesen und Korrigieren reichte bis sp&#228;t in die Nacht. Es ist sehr aufreibend, weil man eine zeitaufw&#228;ndige Arbeit auf die mindeste Zeitdauer begrenzen muss. Das hat manchmal fast den Anschein von Psychoterror.&#8221;</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Und dennoch bereitet es dir soviel Spa&#223;, dass du jedes Jahr wieder kommst?</strong></p>
<p class="MsoNormal">&#8220;Na ja, ich finde mittlerweile hat es irgendwie seinen Zauber verloren. Ich kann mich noch genau ans erste Mal erinnern: alles war gro&#223;, neu und besonders aufregend. Das lag vielleicht auch daran, dass wir direkt &#252;ber dem Capitol unsere Wohnung hatten. Man brauchte nur die Wohnung verlassen und konnte Interviews mit Regisseuren und K&#252;nstlern f&#252;hren. In der Zwischenzeit ist es vielleicht nicht zur Routine geworden, das wird es als Chefredakteurin auch nie sein, aber ich habe schon eine Ahnung, was kommen wird.&#8221;</p>
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