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	<title>filmab! - unabhängige Begleitzeitschrift und Blog zum filmkunstfest MV &#187; MarieK</title>
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		<title>Arbeit ist das halbe Leben – oder doch das ganze? [DF Sollbruchstelle]</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 01:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MarieK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das 19. Filmkunstfest 2009]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Film &#252;ber das Nichts. Wie es ist, statt Arbeit jetzt nur noch das Nichts zu haben. Wenn die Arbeit eigentlich Nichts ist. Wenn man ohne Arbeit ein Nichts ist. Ein Mann arbeitet viele Jahrzehnte in derselben Firma, wird betriebsbedingt gek&#252;ndigt, klagt und gewinnt. Er bekommt ein B&#252;ro, abgesondert von den Kollegen, abgeschottet von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Film &#252;ber das Nichts. Wie es ist, statt Arbeit jetzt nur noch das Nichts zu haben. Wenn die Arbeit eigentlich Nichts ist. Wenn man ohne Arbeit ein Nichts ist. Ein Mann arbeitet viele Jahrzehnte in derselben Firma, wird betriebsbedingt gek&#252;ndigt, klagt und gewinnt. Er bekommt ein B&#252;ro, abgesondert von den Kollegen, abgeschottet von der richtigen Arbeit. Der Personalchef <span id="more-955"></span>kommt jeden Morgen und bringt Aufgaben. Sp&#228;ter wird dieser entlassen, weil er den Mann nicht dazu bewegen kann, die Firma zu verlassen.</p>
<p>Der Mann erz&#228;hlt eine Geschichte. Ein Sch&#228;fer f&#252;hrt seine Herde &#252;ber einen H&#252;gel. Ganz hinten mit etwas Abstand gehen einige Schafe, die verletzt sind. Ein Schaf bricht zusammen, rappelt sich alleine auf, f&#228;llt wieder hin und bleibt liegen. Kinder diskutieren. Ist der Sch&#228;fer Schuld, h&#228;tte er nicht helfen m&#252;ssen? Aber der Sch&#228;fer kann doch nichts daf&#252;r, dass das Schaf verletzt ist, oder doch?</p>
<p>Eva Stotz schuf mit „Sollbruchstelle“ eine sorgf&#228;ltig zusammengesetzte Collage aus Stadtbildern, Portr&#228;ts und den harten Fakten des Lebens. Zuerst nicht zueinander passen, sich schlie&#223;lich aber doch zu einem gro&#223;en Puzzle zusammenf&#252;gen. Die einzelnen Momentaufnahmen von Himmel, Natur und den Menschen darin reihen sich aneinander und werden &#252;berraschend aber logisch von den wahren Geschichten der arbeitenden Menschen durchbrochen. Es entstehen Sollbruchstellen, die erst irritieren, dann akzeptiert werden &#8211; und manchmal auch verstanden.</p>
<p>In diesem Film geht es nur nebens&#228;chlich um Arbeit oder Arbeit, die keine Arbeit ist. Es geht um die Menschen, ihre Rolle in der Gesellschaft, die durch Arbeit gefestigt wird. Es geht um die psychologische Bedeutsamkeit, etwas zu schaffen und damit etwas zu sein. Ein Dokumentarfilm, der mit seinen Geschichten zum Nachdenken anregt und nur manchmal zu einer sehr eindrucksvoll vertonten Melancholie einl&#228;dt.</p>
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