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	<title>filmab! - unabhängige Begleitzeitschrift und Blog zum filmkunstfest MV &#187; MartinB</title>
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		<title>Permanenz in Raum und Zeit &#8211; Ausstellungser&#246;ffnung im Schleswig-Holstein-Haus</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 02:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das 18. Filmkunstfest 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Gestern, genauer am 29. April 2008 um 15 Uhr, wurde im Schleswig-Holstein-Haus die Werkstatt der K&#252;nste er&#246;ffnet. Die Ausstellung &#8216;Dort droben tobt ein Organ&#8217; der Salzburger K&#252;nstler Konrad Rainer, Berthold Bock und Lukas Horvath kann man sich &#8211; um das vorweg zu nehmen &#8211; durchaus ansehen. Auch wenn es sich bei den Exponaten gr&#246;&#223;tenteils um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Gestern, genauer am 29. April 2008 um 15 Uhr, wurde im Schleswig-Holstein-Haus die Werkstatt der K&#252;nste er&#246;ffnet. Die Ausstellung &#8216;Dort droben tobt ein Organ&#8217; der Salzburger K&#252;nstler Konrad Rainer, Berthold Bock und Lukas Horvath kann man sich &#8211; um das vorweg zu nehmen &#8211; durchaus ansehen. <span id="more-293"></span>Auch wenn es sich bei den Exponaten gr&#246;&#223;tenteils um Fotografien handelt, sind einige Gem&#228;lde und der Kurzfilm &#8216;Jenseits des Sees&#8217; von Bethold Bock zu sehen. Letzterer stellt wohl auch das Bindeglied zum filmkunstfest dar. In dem Kurzfilm bekommt ein nicht unbedingt gl&#252;ckliches Ehepaar, das in einer teuren Villa am See wohnt,  ein neues, recht d&#252;steres Gem&#228;lde geliefert. Dieses erweist sich als eine v&#246;llig neue Form der Paartherapie, denn das Bild vereint die beiden Verm&#228;hlten, gespielt von Christine Hoppe und Ingo H&#252;lsmann, am Ende f&#252;r immer. Da der Film durch seine K&#252;rze auch aufrecht durchzustehen ist, kann &#252;ber die bescheidene Bestuhlung gerade so hinweggesehen werden.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal" style="center;" align="center">Achtung Kunst</p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal">Ein Highlight gleich zu Beginn der Ausstellung ist das kinetische Fotoobjekt &#8216;Passenger Pym&#8217; von Lukas Horvath. Der K&#252;nstler liegt mit seiner Tochter auf einem fliegenden Teppich und das &#8211; Achtung Kunst &#8211; vollkommen nackt. Des Weiteren &#252;berzeugt Konrad Rainer mit Fotografien, die den Betrachter fordern. So k&#246;nnten die Personen oder Gegenst&#228;nde aus einem Blickwinkel betracht im Vordergrund sein, aus einem anderen jedoch weiter nach hinten rutschen. Passend zum oben beschriebenen Kurzfilm hat Berthold Bock seine Gem&#228;lde gew&#228;hlt. Die Stimmung, die Farben und die r&#228;umliche Anordnung korrespondieren gelungen mit &#8216;Jenseits des Sees&#8217;.</p>
<p class="MsoNormal">Alle Ausstellungsst&#252;cke, egal ob Film, Malerei, Installation oder Fotografie, &#252;berzeugen durch ihre Originalit&#228;t oder teilweise gar schlichte Banalit&#228;t, wie beispielsweise die Innenansichten rum&#228;nischer Architektur der 60er Jahre von Horvath. Insgesamt bereichtert die alles in allem gelungene Ausstellung das filmkunstfest und beweist, dass Schwerin mehr als nur das Capitol zu bieten hat. Gerade solchen Ausstellungen, an denen sich auch mehrere K&#252;nstler beteiligen, sollte mehr Platz einger&#228;umt werden.</p>
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		<title>Nackte alte Frauen und ungek&#228;mmte bewaffnete M&#228;nner (SF Hundstage)</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 23:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MartinB</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das 18. Filmkunstfest 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Spielfilme07]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Länderreihe]]></category>
		<category><![CDATA[Spielfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[Ulrich Seidls Film &#8216;Hundstage&#8217; &#252;ber das „normale“ Leben einiger ausgew&#228;hlter Einzelpersonen und Gruppen wird im Rahmen der L&#228;nderreihe &#214;sterreich beim diesj&#228;hrigen filmkunstfest MV gezeigt.
Die leicht verr&#252;ckte Anhalterin Anna, von Maria Hofst&#228;tter brilliant penetrant gespielt, Klaudia (Franziska Weisz) und Mario (René Wanko), die eine Beziehung zwischen gegenseitigen Beschuldigungen und Vers&#246;hnungssex im Auto f&#252;hren, der Alarmanlagenvertreter Hruby [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ulrich Seidls Film &#8216;Hundstage&#8217;<strong> </strong>&#252;ber das „normale“ Leben einiger ausgew&#228;hlter Einzelpersonen und Gruppen wird im Rahmen der L&#228;nderreihe &#214;sterreich beim diesj&#228;hrigen filmkunstfest MV gezeigt.</p>
<p>Die leicht verr&#252;ckte Anhalterin Anna, von Maria Hofst&#228;tter brilliant penetrant gespielt, Klaudia (Franziska Weisz) und Mario (René Wanko), die eine Beziehung zwischen gegenseitigen Beschuldigungen und Vers&#246;hnungssex im Auto f&#252;hren, der Alarmanlagenvertreter Hruby (Alfred Mrva), dem im Verlauf des Films eine wichtige Rolle zukommt und andere bisweilen heftig &#252;berzogene Charakterstudien haben eines gemeinsam:</p>
<p><span id="more-260"></span><br />
Sie fristen ihr Dasein in einem Wiener Vorort bei dr&#252;ckender, schw&#252;ler Hitze &#8211; den titelgebenden Hundstagen.
</p>
<p style="text-align: center">Wien an einem Wochenende</p>
<p><a href="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/hundstage2.jpg"><img class="size-full wp-image-269 alignleft" title="hundstage2" style="float: left" height="165" alt="" src="http://filmab.jmmv.de/wp-content/uploads/2008/04/hundstage2.jpg" width="257"/></a></p>
<p>Der Regisseur l&#228;sst den Zuschauer unzensiert an dem Privatleben seiner Figuren teilhaben. Ein Witwer (Erich Finsches) beispielsweise, der in seinen allt&#228;glichen Besch&#228;ftigungen teilweise an die Titelfigur aus Michael Schorrs &#8216;Schultze gets the Blues&#8217; erinnert, vers&#252;&#223;t sich seine Restlebenszeit mit einer Haush&#228;lterin (Gerti Lehner), zu deren Aufgaben auch das leibliche und k&#246;rperliche Wohl ihres Arbeitgebers z&#228;hlen.</p>
<p>Klar, es ist ein &#246;sterreichischer Film und als solcher hat er nat&#252;rlich das Recht &#8211; gerade da haupts&#228;chlich das Leben des Prekariats gezeigt wird -, die &#246;sterreichische Sprache mit all ihren linguistischen Besonderheiten zu benutzen. Doch ist es f&#252;r den einheimischen Muttersprachler in manchen Szenen einfach zu unverst&#228;ndlich, worunter der Filmgenuss leidet. Ein Beispiel ist das Zusammentreffen von Vikerl (Viktor Hennemann), seiner Geliebten (Christine Jirku) und einem angetrunkenen Freund Vikerls (Georg Friedrich) mit anschlie&#223;enden Sadomasospielchen. Nur die Handlungen der Akteure lassen erahnen, worum es in dieser Einstellung geht.</p>
<p>Egal, wie man den Film nennen m&#246;chte &#8211; provokant, experimentell oder ehrlich -, bleibt er doch vor allem eins: nicht massenkompatibel. Die Geduld wird auf die Probe gestellt, das Auge wird beleidigt und eine richtige Handlung muss auch m&#252;hsam gesucht werden. Nun kann nat&#252;rlich eingewandt werden, dass Kunst das darf, besser noch: soll. Regeln brechen, Konventionelles &#228;rgern und den Zuschauer herausfordern. Durch die Darstellung von Figuren, die nicht dem medialen Sch&#246;nheitsideal entsprechen und expliziter Schilderung verschiedener intimer Handlungen wird auch das eigene Wertesystem auf die Probe gestellt.</p>
<p style="text-align: center">Venedig gegen MV</p>
<p>Jeder Mensch hat eine andere pers&#246;nliche Definition eines guten Filmes und ob &#8216;Hundstage&#8217; viele dieser Vorstellungen trifft, ist fraglich, wird sich aber im Laufe des Filmkunstfestes zeigen. Immerhin wurde Seidl, der zusammen mit Veronika Franz das Drehbuch schrieb, f&#252;r dieses ernste Werk 2001 in Venedig mit dem Gro&#223;en Preis der Jury ausgezeichnet. Also sollte man sich darauf einlassen und seine &#220;berzeugungen pr&#252;fen. Ein Experiment ist es allemal.</p>
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