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Friedrich Zawrel blickt freundlich in die Kamera. Nicht selten lächelt er sogar, während er erzählt und es fällt schwer, sein unaufgeregtes, unverbittertes Auftreten mit seinen Worten zu vereinbaren. Denn seine Geschichte ist ungeheuerlich.

Ein Leben mit Stoff für mehr als einen Kinofilm

Sie beginnt mit einem Brief. In diesem wird Zawrels Vater als wehruntüchtig befunden, die Familie als „biologisch und soziologisch minderwertig” eingestuft: ein Grund, Friedrich den Beitritt zur HJ zu verwehren. (weiterlesen…)

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  • Abgelegt unter: Das 18. Filmkunstfest 2008
  • IMG_2868 (Large).JPG“Kommen Sie doch bitte weiter nach vorne. Hier ist’s sowieso viel kuscheliger”, begrüßt Götz Spielmann, Regisseur des Spielfilmes “Revanche”, die Zuschauer. “Kuscheliger” – ein netter Euphemismus für: bei so wenigen Zuschauern müssen sie doch nicht in den hinteren Reihen sitzen. Anscheinend hatte es sich noch nicht recht herumgesprochen, dass es neben dem altbewährten Filmtalk von Knut Elstermann dieses Jahr auch noch einen anderen gibt: (weiterlesen…)

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  • Sie hetzen, zucken, rennen, kriechen, springen

    IMG_2760.JPGZwei Plastikfolien bedecken den Boden der weiträumigen Bühne. Unter ihnen lassen sich schemenhaft die Umrisse zweier Frauen ausmachen. Und was eben noch ruhte, gerät plötzlich in Bewegung. Begleitet von dissonanten Bratschenklängen beginnen die Frauen und mit ihnen ihre künstlichen Umhüllungen hin und her zu rollen. Sie gleiten über die Bühne, kämpfen verzweifelt (weiterlesen…)

    Das Kinderkino des filmkunstfestes ist immer wieder ein Erlebnis für sich. Kaum habe ich es mir in meinem Sessel in einer der hinteren Reihen des Saals gemütlich gemacht, ertönt schon ein “Ach wie gut, dass niemand weiß, dass Niklas Rumpelstilzchen heißt” aus der Reihe vor mir. “Heiß ich gar nicht”, folgt die Antwort sogleich. Doch bevor die Zwei sich noch in weiteren Namensfragen ergehen können, erlischt das Licht und der Vorhang öffnet sich für Andi Niessners ‘Rumpelstilzchen’. (weiterlesen…)

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  • Abgelegt unter: Kurz und Knapp
  • Ein Ring, zwei Männer, vier Fäuste; der Rest ist bloße physische Kraft. Boxen ist ein Sport, der archaischer nicht sein könnte und eben gerade darum fasziniert. Allein die Körperkraft zählt und siegt in dem eng abgespannten Quadrat des Boxringes, das zum Refugium der ältesten Form der Streitbeilegung geworden ist – und alle genießen es, dem zuzusehen. Der Anblick nackter Männeroberkörper, der Geruch von Schweiß und Blut, die Euphorie des Kampfes vermögen gerade in einer Zeit übermäßiger Technisierung zu bannen. Hier geht es nicht nur um die körperliche Unversehrtheit – nein, hier geht es um alles. (weiterlesen…)

    Der Blick nach vorne, nach hinten, zu den Seiten – überall offenbart er dieselbe Tristesse: graue Neubauten, die sich bis über den Horizont hinaus zu erstrecken scheinen; bleierner Beton, der jeglichen Versuch ihm zu entfliehen schon im Ansatz zu erdrücken weiß. Nur der sich manchmal über den Schluchten aus Hochhäusern auftuende Himmel lässt die Ahnung einer anderen Welt zu. Und vielleicht war es ja ebendieser Himmel und der dort einsam seine Bahnen ziehende Vogel, der in Anica das Fernweh weckte. (weiterlesen…)

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