Hallo liebe Filmfreunde,

„Guck mal, geiler Film!“ sagt Wiebke und hält mir ihren Arm vors Gesicht. Die Härchen stellen sich auf, sie hat Gänsehaut. Ein paar Stunden später sitzt Lore mir gegenüber und kämpft mit den Tränen, während sie wie gefesselt auf ihren Laptopbildschirm schaut. Die ein oder andere Stirn legt sich in Falten. Ab und zu schallt auch mal Gelächter durch die Redaktion, wenn eine Szene besonders lustig ist.

Sich einen Film anzusehen kann zur emotionalen Achterbahnfahrt werden. Wir sind den Bildern, Texten, Geräuschen, Emotionen und Nachrichten ausgesetzt, die die Filmschaffenden ausgewählt haben. Nicht immer wissen wir, was uns erwartet, wenn wir ins Kino gehen oder bei einem Video auf „Play“ drücken.

Aber ist nicht genau das Ungewisse das, was die Spannung ausmacht und den Unterhaltungswert liefert? Ich denke, wir in der Redaktion sind uns einig: Ein guter Film ist für uns jener, der uns Dinge fühlen lässt, uns unerwartete Sichtweisen aufzeigt, uns mit Unbekanntem konfrontiert und unsere eingefahrenen Standpunkte hinterfragen lässt. Viele Filme, die auf dem Filmkunstfest gezeigt werden, wagen einen Blick über den Tellerrand. Einige verfolgen uns noch lang nach dem Abspann, auch emotional.

Liebe Grüße aus der filmab!-Redaktion,

Marie