Ein Abschied – und auf ein Wiedersehen 2012!

Liebe filmab!-Freunde,

neun tolle Tage filmab! liegen hinter uns. Alle fleißigen Redakteure sind wieder nach Hause aufgebrochen, alle fünf Ausgaben gedruckt und verteilt, unsere Live-Cam ist nach acht Tagen Dauereinsatz abgebaut und somit ist auch das 21. filmkunstfest zu Ende. So viel sei gesagt: Wir hatten sehr viel Spaß beim Zeitungsmachen und freuen uns besonders über das viele positive Feedback. Danke an alle fleißigen Leserinnen und Leser, danke an alle Helfer und Unterstützer – und vor allem: Danke an die Menschen, die diese vielen interessanten Filme möglich gemacht haben.

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder dabei sein, wenn das 22. filmkunstfest seine Tore öffnet und Russland als Partnerland begrüßen wird, wie uns Stefan Fichter im Interview verriet. Wir freuen uns schon jetzt riesig auf das Wiedersehen zwischen Pfaffenteich und Capitol im Mai 2012.

Und zu guter Letzt: Die diesjährigen Preisträger, die gestern auf der Abschlussveranstaltung prämiert wurden – natürlich mit den Links zu den jeweiligen Rezensionen und Interviews. Nicht zu vergessen: Unser erstmaliger, kleiner Redaktionssonderpreis “Das Goldene Kälbchen”. Ein herzlicher Glückwunsch an alle Prämierten! Weiterlesen »

Ausgabe #5

Schon ist es wieder soweit, alle Ausgaben gelayoutet, alle Texte geschrieben. Was bleibt: warten auf nächstes Jahr!

Das PDF zum Download

Das Goldene Kälbchen

Die filmab!-Redaktion verleiht ihren ersten Preis. Es ist: Ein Kälbchen. Im goldenen Glanz strahlt es seinem Gewinner entgegen.

Nachdem Mose die Israeliten dazu angeleitet hatte, Ägypten zu verlassen, zog er sich auf einen Berg zurück, um mit Gott in Kontakt zu treten. Das Volk jedoch konnte nicht warten. Und so schmolzen sie die goldenen Ohrringe der Frauen zu einer neuen Götzenfigur – einem Kälbchen. Weiterlesen »

Da geht noch was [Handyfilmwettbewerb]

Wieder ein neuer Versuch, die Jugend an die Filmkunst heranzuführen: der Handyfilmwettbewerb MV ging in die dritte Runde – und misslang.

Schirmherr und Kultusminister Henry Tesch höchstpersönlich rief in einem kurzen Clip dazu auf, “Eine kurze Geschichte der Energie” mit dem Mobiltelefon festzuhalten. Am Gewinner des letzten Jahres, Daniel Zimmermann, könne man sehen, wie es laufen soll. Der Wettbewerb bietet die Chance, einen Fuß in die Tür des professionellen Films zu bekommen. Gute Idee, nur leider ging das Konzept auch im dritten Anlauf nicht auf: Geradezu traurig sieht die spärliche Auswahl der vier Handyfilme aus, die insgesamt zum Wettbewerb eingereicht wurden. Woran hapert’s also? Weiterlesen »

Liebe geteilt durch drei [gedreht in MV "Drei"]

Tom Tykwer erzählt die Geschichte einer verwirrenden Großstadtromanze mit (drei) Ecken und Kanten.

Zerstreutheit und Frust zeigen sich, wenn man Hanna (Sophie Rois) und Simon (Sebastian Schipper) auf der Leinwand sieht. Wie sie miteinander leben und doch nicht. Wie sie Dinge in ihrem Alltag sehen, die nicht existieren und doch so real scheinen. Eine Telefonleitung als gemeinsamer Lebenslauf: Auf, ab, weit auseinander, dicht zusammen. Und das seit 20 Jahren. Weiterlesen »

Besinnliches Herz(liches) [KF "Fredi und Frau Landgraf"]

„Keinen ließ der Clown, der Clown, in sein Herz hineinschau’n.“, sang einst Heinz Rühmann. Doch Fredi zeigt uns auch die andere Seite des Lebens.

„Ein schönes Gleichnis über einen Grabstein: Da stehen zwei Daten dran. Das Geburtsjahr. Das Todesjahr. Dazwischen ein kleiner Strich. Und der kleine Strich ist das ganze Leben; mit all den Ängsten, mit der Hoffnung. Menschen, die man getroffen hat, die Erfahrung, die man hatte. Alles ist dieser kleine Strich.“ Was nach fatalistischer Lebensphilosophie klingt, ist der poetisch-philosophische Auftakt des Kurzfilms „Fredi und Frau Landgraf“ von Anne Münch. Weiterlesen »

Süß und sauer [cinema of the world "En Familie"]

Eine dänische Galeristin zwischen Selbstverwirklichung und Familientradition.

„Das Leben ist sauer und süß. Die Milchsäure und die Hefebakterien liefern sich einen ständigen Kampf.“ Ähnlich gestaltet sich auch der Film „En Familie“ von Pernille Fischer Christensen. Weiterlesen »

„Ähm, also damit meine ich…“ [Podiumsdiskussion "Die Rolle der Medien"]

„Beide Seiten sind zu viel Macho“: Eine Podiumsdiskussion über die Rolle der Medien im Israel-Palästina-Konflikt.

Es ist dunkel im Kinosaal. Der Abspann von „Aserot – Eingeschlossen“ läuft noch, während jemand die Saaltür aufreißt. Schimmernde Gestalten sorgen für Unruhe vor der Leinwand. Aus Höflichkeit trauen sich nicht so viele gleich raus. Und bleiben auf ihren Plätzen sitzen. Weiterlesen »

In Ewigkeit minus zwei Tage [von MV nach Hollywood "Hans Zimmer"]

„Es ist, als ob man versucht, eine Meute Katzen zu bändigen. Wir sind alle komische Individualisten.“

Schließen Sie einmal die Augen. Erinnern Sie sich an das fesselnde Gefühl im Kinosaal, in dem Sie auf die „Black Pearl“ entführt wurden. Riechen Sie das Salz in der Nase und lauschen Sie der Freiheit. Und jetzt nehmen Sie die Szenen mit allen Sinnen auf. Was wäre dieses Gefühl ohne die markerschütternden Meisterwerke von Hans Zimmer? Weiterlesen »

Das Ende vom Eismeer [cinema of the world "Mein Sommer mit Sergej"]

Pawel hat nicht viele Optionen: Entweder wird er von einem Eisbären gefressen oder von seinem Kollegen erschossen.

Eine Insel mitten im arktischen Ozean. Einöde, so weit das Auge reicht – und ein Sommer ohne Dunkelheit. Der junge Student Pawel (Grigory Dobrygin) hat sich einen außergewöhnlichen Ort für ein Praktikum ausgesucht: Er assistiert dem erfahrenen Meteorologen Sergej Gulybin (Sergei Puskepalis) bei dessen Forschungen auf Höhe des nördlichen Polarkreises. Weiterlesen »